Team Tempo-Sport - exersciences
69 Team Rider mit einem gemeinsamen Ziel: Speed and Emotions

Montag, 20. Februar 2012

How to survive an Ironman 70.3


In order to wake up my body from the winter sleep, I opened the triathlon season in the hot and humid Sri Lanka. It was the craziest race I have ever experienced. The swim was nice and I came out of the water as first amateur. The bike leg took place in the middle of Indian style traffic. It was like a video game where you bike behind buses, between cars, and get chased by dogs. During my first lap (out of three), the volunteers had no clue how to guide the cyclists; I got misguided 4 times and lost around 5 minutes in total. That was too much adrenalin for my taste and maybe the reason why my average power was almost 300 watt, which allowed me to get off the bike as the leading amateur. Due to the very hot and humid weather condition (35 degrees), I once again did not manage to run fast but was happy to produce a very steady and controlled pace until the end. Even if I did not win this time, I am very happy with the second place and my shape at this early stage of the season. Somehow I’m also glad that I survived the race without accidents.

Pablo Erat




Sonntag, 19. Februar 2012

Bilderbuch-Start für Roadteam Tempo-Sport - exersciences


Carlos Cuenca sprintet auf den 2. Platz und setzt im Namen des neugegründeten Strassenteam ein erstes Ausrufezeichen.

Brütten - Fiel der planmässige Beginn in die Strassenrenn-Saison letzten Samstag (11.2.) noch Schnee und Kälte zum Opfer, startete der Time Race Cup (TRC) eine Woche später bei idealen Bedingungen. Das neue „Roadteam Tempo-Sport - exersciences“ war mit 5 Fahrer am Start. Unser Ziel, das beste Amateur Radteam im Schweizer Radsport zu sein, konnte heute ein erstes Mal unter Beweis gestellt werden. Das heutige Rennen ging über 10 Runden à 4km mit einer Sprintwertung bei Rennhälfte.

Von Beginn weg war das Rennen sehr nervös und obwohl unsere Equipe bisher nur wenig gemeinsam trainieren konnte, harmonierten unsere Rider hervorragend und die vorab besprochene Taktik konnte exakt durchgezogen werden. Christian Magnani, letztjähriger 3. der Züri Metzgete, sollte für die erste Sprintwertung lanciert werden, musste seine Ambitionen heute aber noch etwas zurückschrauben. „Die letze Konsequenz ist noch nicht da und für die nötige Endschnelligkeit brauche ich noch ein paar Wochen qualitativen Trainings“, sagt Christian selbstkritisch.

Das Team liess sich davon aber nicht entmutigen. Während des ganzen Rennens waren die drei designierten Tempomacher Magnani, Neuzuzug Jürg Störi und Tempo-Routinier Markus Blessing, für wertvolle Helferdienste bemüht. Fürs Finish wurden heute die beiden Sprinter Marco Guarino und Carlos Cuenca geschont.

Und so kam es denn auch. Im zusehends härteren Rennen schenkten sich die Teams keinen Zentimeter. In der Schlussphase kam es zu einem üblen Sturz an der Spitze des Feldes - glücklicherweise waren keine Tempo-Sport - exersciences Fahrer in Mitleidenschaft gezogen.

Auf dem letzten Kilometer, geprägt von einer scharfen Rechtskurve 150m vor dem Zielstrich, gelang es unserem Team, das Feld in Schach zu halten. Jürg Störi war optimal positioniert um den Spurt für Carlos Cuenca anzufahren. Das Steiner-Team, seit Jahren die dominierende Mannschaft im TRC, versuchte aggressiv zu kontern. Schliesslich lief es auf einen Sprint zwischen Titelverteidiger Yves Covi und unserem extrem präsenten und top motivierten Carlos Cuenca hinaus. Am Ende hatte heute noch Covi die Nase vorn, aber Carlos kann mit seiner und der gesamten Teamleistung enorm zufrieden sein - im Sprint schlug er keinen geringeren als Florian Vogel, der on und off road allseits bekannt sein dürfte!


Gratulation dem heutigen Sieger Yves Covi und dem Steiner Cycling Team, ein beherztes High-5 an Carlos Cuenca und das Roadteam Tempo-Sport - exersciences - grossartiger Auftakt zu einer hoffentlich langen und erfolgreichen Saison!

Resultate Time Race Cup - 1. Lauf, Brütten, 40km

1.Yves Covi Steiner Cycling Team 57:38.0
2.Carlos Cuenca Tempo-Sport-exersciences 0``
3.Florian Vogel RC Gränichen 

11.Markus Blessing Tempo-Sport - exersciences
21.Christian Magnani Tempo-Sport - exersciences
33.Jürg Störi Tempo-Sport - exersciences
45. Marco Guarino Tempo-Sport - exersciences

Mittwoch, 25. Januar 2012

Apéro, Fachvorträge, Fotoshooting

Am 21. Januar 2012 trafen sich die über 60 Teamathleten, die Teamleitung sowie die Sponsoren zum traditionellen Kick-off in Thalwil. Das Programm war gedrängt. Neben der "Befehlsausgabe" der Teamleitung, der Vorstellung und Verteilung der neuen Bekleidung sowie dem Vorstellen des neuen Materials konnten vor allem auch die Sponsoren die Teamfahrer mit ihren Inputs fesseln.
So stellte Suunto die völlig neue Multisportuhr "Ambit" vor, mit welcher das Team ab März ausgerüstet wird. Wohlgemerkt: Das Team konnte die Uhr kennenlernen, noch bevor sie offiziell an der ISPO der Weltöffentlichkeit vorgestellt worden ist. Und die Team Rider waren begeistert vom neuen Gadget. Ein Hammerteil mit eingebautem GPS und allem Schnickschnack. Das alles verpackt in einmalig edlem Design.
Ein weiteres Highlight war die packende Schilderung der Entstehungsgeschichte von Winforce von Gründer und Besitzer Remo Gugolz. Was in seiner Garage als Einmannbetrieb begann, ist heute eine der innovativsten Sportfoodfirmen mit Produkten, auf die auch Weltstars wie Dario Cologna vertrauen. Und natürlich ab dieser Saison unser Team ;-))
Auch die weiteren Sponsoren leisteten so gute Inputreferate, dass der Zeitplan schon bald in Verzug geriet - ohne dass es jemanden gestört hätte. Ausser vielleicht den Fotografen, der etwas länger warten musste, bis er sein Equipment aufstellen und danach endlich die Team- und Portraitaufnahmen machen konnte.
Das Kick-off mausert sich immer mehr zu einem Happening mit einer Mischung aus Smalltalk, Fachreferaten, Produkteschau und Apérostimmung. Cool wars. Und cool wird die Saison 2012.

Hier gehts zur Bildgalerie: Bilder Kick-off

Sonntag, 8. Januar 2012

Gentlemen - start your engines!


Sonnige Grüsse aus dem Val Cannobina (CH/I)...oder während Engadin und Goms eingeschneit sind, lässt sich's bei 14°C und Sonne etwas weiter im Süden strahlen, ähm pedalen!

Montag, 2. Januar 2012

Happy New und so.

Man kennt die Szene. Ort des Geschehens: irgend ein öffentliches Verkehrsmittel wie Bus, Zug oder Tram (für alle Deutschen Leser: Strassenbahn). Es treten auf: mindestens zwei gute Freunde, vielleicht auch drei oder vier, deren Ziel es zu sein scheint, den ganzen Wagon, Wagen oder was auch immer zu unterhalten. Thema: die guten Vorsätze fürs neue Jahr!
Ich glaube das ist etwas, das es überall im Universum gibt. Egal ob Männlein oder Weiblein, ob auf der Erde oder irgendwo auf dem Planeter Glorpf, wo sich ein paar Junge Huslungs im Anti-G-Glider auf dem Weg ins traute Heim finden - Inhalt und Ablauf werden sich bis auf die Tatsache, dass man ein Tentakel schlecht zur Faust ballen kann, fast bis ins Detail gleichen.
Um aber nicht allzu sehr in die Ferne zu schweifen begeben wir uns virtuell doch einmal in einen Zug, der von Winterthur nach Zürich fährt. Im Abteil neben mir: drei junge Männer, geschätzt in meinem Alter, zunächst sehr schweigsam, später zumindest für mich recht amüsant.
Auftritt: eine unbekannte Frau, die nach 08/15-Massstäben (oder einer Beschreibung im 20min "Friday") durchaus als "Schönheit" bezeichnet werden darf. (Also massiv untergewichtig, Haare gefärbt, iPod mit Lady Gaga zu laut, in der einen Hand ein Energy-Drink vom Kiosk (OK!), in der anderen eine Louis Vuitton-Tasche deren Wert den eines Kleinwagens übersteigt und gleichzeitig erklärt, warum die Dame nichts zu essen bekommt, den Blick in die Ferne gerichtet, gefolgt von einer Parfumwolke).
Stille im Abteil nebenan. Drei Köpfe folgen der vorbeischwebenden Erscheinung in einer Welt, die mit Realität nichts mehr gemein hat. Und dann...
Ich weiss nicht, was genau der Trigger ist, doch kurz nach ihrem Passieren geht es los.
"Hey, was habt ihr euch eigentlich fürs neue Jahr vorgenommen?" - wird einer nachdenklich fragen. Für eine Weile werden sich auch noch seine Kumpanen ein wenig nachdenklich zeigen, bis der erste dann aufzuwachen scheint und realisiert, dass Vorsätze einfach "uncool" sind. Und das Theater beginnt.
Für die nächsten zehn Minuten wird man sich nämlich in einer Lautstärke austauschen, die sich nicht mehr ignorieren lässt, man wird sich gegenseitig mit Argumenten, weshalb gute Vorsätze zum neuen Jahr doof, kindisch oder einfach nur blöd sind, übertreffen.
"Das bringt eh nichts!" - "man hält sich ja eh nicht dran!" - und der Klassiker: "wenn du was verändern willst, brauchst du keinen Jahreswechsel als Vorwand!"

Ich bin irgendwann ausgestiegen, und zwar, bevor diese Diskussion zu Ende war. Doch ich muss sagen, der zuletzt genannte Punkt ist wahr - will man etwas in seinem Leben verändern, sollte man tatsächlich nicht bis zum Jahreswechsel warten.
Doch warum die guten Vorsätze? Denn, wenn wir mal ganz ehrlich sind - irgendwie machen wir sie uns ja doch, oder nicht?
Da ich durch ein absolut repräsentatives, Meinungsstarkes und seriöses Magazin vor kurzem erfahren hatte, dass ich sowieso völlig uncool, veraltet und wohl auch "out" bin, sagte ich mir schon vor einiger Zeit, dass ich dieses Jahr wohl auch in Bezug auf meine Vorsätze ganz wild gegen den Strom paddeln und mir welche machen würde. Und das habe ich getan!

Es ist nicht, dass ich mit meinem Leben nicht zufrieden wäre oder dass ich unbedingt etwas verändern möchte. Es geht auch nicht darum, dass ich einen Vorwand brauche, um dies zu tun. Es ist ganz einfach so, dass ich die Vorstellung schön finde: ein altes Jahr geht, ein neues kommt - und mit ihm die Möglichkeit, einen Schritt weiter zu gehen. Zu der Person zu werden, die ihr heimlich schon immer sein wolltet, die ihr jedoch nie sein "konntet" - warum auch immer.
Was ich mir wünsche, wie ich gerne sein möchte und vor allem, WER ich gerne sein würde - das ist meine Sache. Doch ich bin, wie auch schon einige Male im letzten Jahr, bereit, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und mindestens einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Wer wollt ihr sein?

...in diesem Sinne: holt Anlauf! Ich bin sicher, es lohnt sich!

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2012!
Herzlichst,

Fabian

Dienstag, 20. Dezember 2011

Off Season


Nach dem Ironman Cozumel hat für mich die sog. „off season“ begonnen; für 2 Monate. Dazu höre ich verschiedenste Kommentare wie „waaas, so lange?“ oder „jaja, off season... und was machst du dann im Hallenbad?“ oder „ja klar, wer’s glaubt, ich habe dich im Holmesplace gesehen“...
Die Definition von „off season“ ist enorm unterschiedlich. Für mich bedeutet es zwei Monate keine Trainingspläne zu haben und mich nach Lust und Laune zu bewegen. Es heisst für mich nicht, dass ich zwei Monate faul herumliege. Das entspräche nicht meinem Naturell. Bewegung wird immer Teil meines Alltages sein und ist für mich auch notwendig nach der Arbeit zum „Kopf Lüften“.
In der „off season“ wird man mich also sicher mal im Hallenbad antreffen, nur schon aus Verpflichtung gegenüber dem Schwimmverein. Ich werde auch im Holmesplace sein (nur schon wegen der Massage :), mal mit Schneeschuhen über ein Schneefeld wandern (wenn es diese endlich gibt) oder evt. auf den Langlaufski. Aber was ich vor allem machen werde, ist das „mise en place“ für den Saisonstart. Das ist meines Erachtens das Einzige „must“ in der „off season“:
- Material / Ausrüstung organisieren, bestellen, kaufen, verkaufen, im Tempo-Sport vorbeigehen
- Gezieltes Krafttraining (u.a. als Grundlage und Verletzungsprophylaxe)
- Leistungstest (z.B. bei unserem neuen Teamhauptsponsor 2012, exersciences, an der ETH)
- Saisonplanung (inkl. Wettkämpfe) mit dem Coach
- Batterie füllen für die nächste Saison (d.h. für mich u.a. ein paar „Zückerchen“ im 2012 schon einplanen)
- Laufanalyse (Gerade bei kommenden Longjoggs als Grundlagen aufgrund der Belastungen Zeit in Kauf genommen werden - möglichst zu vermeiden. Die Beweglichkeit des Fusses auszureizen ist hier nicht empfehlenswert. Das ist noch klar, aber was heisst das konkret für mich? Ich war gerade eben bei Swissbiomechanics und habe wieder ein paar wertvolle „aha-Erlebnisse“ gehabt.)
- Gezielt technische Defizite in sämtlichen Bereichen eruieren zum Verbessern
Also dann, ich wünsche euch eine schöne „off season“ und/oder guten Trainingsstart bzw. eine erfolgreiche Saison.
Liebi Grüessli d'Simone

Montag, 5. Dezember 2011

Eisbad als Abhärtung


Für einmal ein Blogeintrag der überhaupt nichts mit Sport zu tun hat, oder zumindest fast nichts. Zurzeit verbringe ich ein Auslandssemester in Lund, Südschweden. Letzte Woche hat es mich aber noch weiter in den Norden gezogen: Lappland! Nach einer 26-stündigen Busfahrt sind wir in der Kälte angekommen, unglaublich, wie riesig dieses Land ist. Die Sonne haben wir die ganze Woche lang nicht gesehen, nördlich des Polarkreises übersteigt sie zu dieser Jahreszeit den Horizont nicht mehr. Tageslicht gibt es nur noch von 10 bis 14 Uhr. Es war eine erlebnisreiche Woche, in der ich neben vielem anderem auch das Nordlicht gesehen habe. Abgehärtet gegen kaltes Wasser habe ich mich auch: Nachdem ich ein Eisbad im 4 Grad kalten See überstanden habe, werde ich mich nie mehr über 15 Grad mit Neo in bei einem Triathlon beschweren! :)
In drei Wochen ist mein Abenteuer in Schweden beendet und ich werde in die Schweiz zurückkehren. Ich freue mich schon darauf, mein geregeltes Training aufzunehmen und in der Saison 2012 wieder für Tempo Sport zu starten!
Eisige Grüsse aus der ewigen Dunkelheit!

Donnerstag, 17. November 2011

Hot 'n' Cold...

Wusstet ihr eigentlich, dass über 90% der schweizer Bevölkerung auf die Frage, wie sie sich auf einer Skala von 1 bis 10 gerade fühlen, mit "fünf" antworten? Denkt einmal kurz darüber nach, was das denn eigentlich heisst. Eins, das steht für "mir geht's hundsmiserabel, die Welt ist ein Ort, an dem die Sonne nie scheint und zudem noch gegen mich". Zehn ist im Gegensatz dazu "mir geht's super, ich liebe das Leben und alles, was es so zu bieten hat".
Logischerweise würde fünf also bedeuten - Durchschnitt. Naja. Es geht so. Könnte besser sein...
Wenn man sich das einmal überlegt heisst das ja, dass er dem allergrössten Teil der Leute besser gehen könnte, oder nicht?
Um Fehlschlüssen vorzubeugen: ich bin kein dauerhaft gut gelaunter Strahlemann den nichts umhauen kann und der jeden Tag damit beginnt, erst einmal all seine Stofftiere und dann den Rest der Welt zu umarmen. Dass wir nicht immer in Herzepinkystimmung sind ist klar - doch ist ein dauerhaftes "es könnte besser sein" nicht grässlich?
Ich stelle mir diese Fragen aus diversen Gründen. Zum einen ist es November, es wird langsam kalt draussen, kurze Hosen (und Röcke) und Tanktops weichen dicken Pullovern in meist eher tristen Farben und lächelnde Gesichter werden auf der Strasse zu Mangelware. Nichts neues an sich - "das ist halt so".
Was mir gestern Morgen allerdings so richtig zu denken gab und was mich auch zu diesen Zeilen veranlasst war eines dieser Schundhefte, die sich stolz als "Zeitung" betiteln und die es an jedem Bahnhof gratis mitzunehmen gibt. In diesem Falle hiess das Pamphlet "20minuten Friday" und war, wie man schon dem Titel entnehmen konnte, einige Tage alt.
"Glamour-Magazin", hiess es da. "Unser Model in New York", schrie mir die Titelseite entgegen. Und so weiter... mir wurden da sen-sa-tio-nelle Insights in das "Leben der Prominenten" versprochen, die absolut aktuellsten News zu Typen wie Justin Bieber oder die 16-jährige Sereina aus Brütten... nun, um es kurz zu machen: auf Seite drei angelangt fühlte ich mich ebenfalls etwas medioker und hätte die Gretchenfrage sofort mit einem "es könnte besser gehen" beantwortet.
Warum dies?
Nun - einmal ganz abgesehen von einem Sturm von Informationen in Form von Farbfotos, die irgendwelche sogenannte Promis zeigten und deren Unterschriften fantasievoll mit "Skandal!" oder "er betrügt sie/sie betrügt ihn/er betrügt es" begannen (und deren Inhalte anschliessend so formuliert waren dass sie auch ein imbeziler Frühkiffer aus Spreitenbach noch verstanden hätte) fand ich da ein Textfeld, dessen Inhalt ich gerne mit euch teilen möchte. Und zwar das "In & Out" der Woche. Passt auf, hier kommt es:
Per vergangenem Freitag ist also "In", Gelb mit Schwarz zu kombinieren, "X-Factor"-Partys zu veranstalten und sich auf "Breaking Dawn" zu freuen.
"Out" ist es hingegen, sich einen schwulen besten Freund zu suchen, die zu frühe Weihnachtsbedröhnung in den Läden und Justin Bieber's angebliche Baby-Mama.
Schlagartig wurde mir bewusst, dass ich absolut Out, uncool und vermutlich mit meinen 25 Jahren bereits altes Eisen bin. Denn: Gelb und Schwarz? Nun, Biene Maja und die Tigerente sollten Bestandteil einer jeden gesunden Kindheit sein - brauchen wir ein Schundheft, um das zu wissen? Dann "X-Factor" - was ist das? Da ich in einer Fernsehlosen Welt glücklich lebe musste ich das erst einmal Googlen, mit dem Effekt, auf einmal für meine Unwissenheit dankbar zu sein. Und "Breaking Dawn"? Dass das ein Buch über katholische, keusche Vampire ist (an dieser Stelle: BITTE?) weiss ich noch - das ist aber bereits längst veröffentlicht, oder sehe ich das falsch? Wieder Google, und siehe da: die Rede ist wohl vom gleichnamigen Spielfilm. Können die Leute denn heute nicht mehr lesen? (Diese Frage konnte ich mir an Ort und Stelle bei einem weiteren Blick auf den Rest der Seite selbst beantworten - offenbar nicht).
Beim "Out" war ich ebenfalls reichlich überfordert: einen schwulen besten Freund zu haben? Der einzige Reim, den ich mir auf diese Zeile machen kann ist der, dass das wohl für junge, hippe Frauen gemeint ist - oder eben nicht mehr hip, seit letztem Freitag. Zu frühe Weihnachtsbedröhnung? Dass mir Nikoläuse im August gehörig gehen den Strich gehen weiss ich bereits seit einigen Jahren - hier stellt sich die gleiche Frage wie vorhin: brauchen einige Leute tatsächlich ein Klatschheft, um dies zu merken? (Ich stelle mir das in etwa so vor, neulich in der Platte: "Schatz, stell' dir vor, die ham angefangen mit der Weihnachtsdeko bei Aldi!" - "Sonst noch was? Das ist voll out, ey - steht im 20min Friday!")
Und schliesslich: wer ist eigentlich Justin Bieber? (Google weiss es ebenfalls, doch ich überlasse es euch, diese wertvollen Infos zu sammeln...)
Möglicherweise ist es genau dieser Fluss von unnötigen Informationen, der das Novemberloch noch tiefer schaufelt. Wir schlagen diese Magazine, Zeitungen und Heftchen auf und es wird uns präsentiert, was wir zu denken, gut zu finden und anzustreben haben. Wem verdirbt das nicht die Stimmung?
Nun - am Nachmittag lichtete sich gestern auch im Thurgauer Grenzland der Nebel, die Sonne zeigte, dass sie es noch immer drauf hatte und ich schwang mich ziemlich enthusiastisch auf mein Bike. Etwas mehr als eine Stunde später kam ich nicht mehr ganz so sauber als zuvor wieder nach Hause und mir wurde deutlich, dass der Weg zum persönlichen Glücklichsein auf keinen Fall auf Hochglanzpapier gedruckt sein kann.
Ich brauche kein hochaufgelöstes Photo von irgendeiner Promi-Schnepfe um mir wehmütig ein anderes Leben in Miami zu wünschen um dem November zu entkommen. Es reicht mir, wenn ich über einen im Sonnenlicht dampfenden Trail brettern, dabei um Haaresbreite eine schlüpfrige Wurzel überspringen und am Ende zitternd und mit einem dümmlichen grinsen im Gesicht zum Stehen kommen kann. Die Zeit steht still, doch dieser kleine Moment ist eingefangen und wird mich auch noch drei Wochen später zum lächeln bringen, wenn ich daran zurückdenke. Und das absolut beste an der Sache: wenn ich die Zeit dafür habe, spricht nichts dagegen, gleich nochmals auf den Berg zu radeln und den Stunt zu wiederholen!

Wir lieben unseren Sport und haben in unserem Team das grosse Privileg, ihn mit Menschen zu teilen, die unsere Leidenschaft nicht nur verstehen, sondern sogar nachvollziehen können, da sie selbst ein Teil davon sind.
Fragt euch doch morgen früh einmal, wie es euch geht. Antwortet ihr euch selbst mit: "es könnte besser gehen", lasst nicht den Kopf hängen, sondern: tut etwas. Die Äusserung alleine birgt es ja schon in sich: es KÖNNTE besser gehen. Also lassen wir es uns besser gehen - durch unseren Sport oder durch andere schöne Dinge, die es trotz November vor der Tür noch immer zuhauf gibt.
Und wenn alles nichts hilft - in jedem Zug oder Tram findet ihr früher oder später eine Gratiszeitung. Einfach sammeln, zerknüllen, in die nächste Feuerstelle legen, Holz und Brandbeschleuniger darüber (das ist zumindest meine Variante) - und schon spricht nichts mehr gegen ein Winter-Barbecue. Denn auch das ist nett.

...zum Schluss möchte ich noch mein persönliches, nicht 100% ernst gemeintes "In & Out" der Woche mit euch teilen:

In:

Mit Blättern verdeckte Schlammlöcher beim Biken
Monster Energy Drink
Andreu Lacondeguy und die Black Media Crew

Out:

29er (sorry, René!)
Frühkiffer aus Spreitenbach
Treibholz auf der Bahn im Hallenbad (auch bekannt als militante Brustschwimmer)

...und wie ist das bei euch so?

Herzlichst,
Fabian




Freitag, 11. November 2011

Comeback von Monika Lehmann?

Inferno Triathlon, Engadiner Frauenlauf, Gigathlon. Man könnte meinen, unsere ehemalige Pro-Athletin Monika Lehmann hätte wieder Ambitionen und denkt an ein Comeback. Dass dem nicht so ist, kann in der aktuellen Ausgabe der Aargauer Zeitung nachgelesen werden. Dort steht aber auch, dass uns Monika nächstes Jahr als ambitionierte Hobby-Athletin erhalten bleibt. Mit Pirmin Christen wird sie am Gigathlon in der Kategorie Couple starten. Und sicherlich auf dem einen oder anderen Streckenabschnitt ihre Klasse aufblitzen lassen.

Sonntag, 6. November 2011

Toller Saisonabschluss eines tollen Teams mit tollen Leuten bei tollem Wetter. Toll!

Am 6. November fand der traditionelle Saisonabschluss des Teams statt. Dieses Jahr wagten sich die Team Rider aufs Mountainbike und liessen sich von René Kuster sowie unserer neuen Teamathletin Renata Bucher die Basics des Bikesports zeigen. Die wenigen Bike-Angsthasen wurden von Carlos mit einem knackigen Lauftraining bestraft. Selber Schuld ;-) Beim anschliessenden Mittagessen konnten dann die Erlebnisse und Wunden gemeinsam verarbeitet werden. Neben gemütlichem Zusammensein gab es aber auch noch einige kleine Showeinlagen. So sorgten die Team Awards by Max wieder für einige zufriedene aber auch enttäuschte Gesichter. Auch wenn Max jeweils schon zu Beginn klar macht, dass diese Awards weder nach ausgeklügeltem System noch sonstigen logischen Überlegungen entstehen. Kein Wunder: Er ist ja auch gleich selber Nominationskomitee, Jury und Preisüberreicher in Personalunion. Und dann - ganz zum Schluss - verabschiedete die Teamleitung eine der grössten Sportlerinnen der Schweiz mit einem stark tränenden Auge aus dem Team: Karin Thürig hat nach ihrer besten Triathlonsaison überhaupt ihre grossartige Karriere definitiv und unwiderruflich beendet. Die Saison mit Karin war für das ganze Team ein ganz besonderes Erlebnis. Vielen Dank, Karin und alles Gute!!!
Für die restlichen Teammitglieder heisst es jetzt: Nach der Saison ist vor der Saison! Am 17.12.11 findet der nächste Athletentag von olivierbernhard statt und zwar auf den Langlaufskis. Im Januar wird dann die neue Saison am Kick-off offiziell eingeläutet. Mit diversen Neuerungen, neuen Partnern und einigen neuen Gesichtern im Team.

Hier geht es zu den Fotos: http://tiny.cc/shb04

Eines sei von Seiten der Teamleitung noch gesagt: IHR SEID DAS TOLLSTE TEAM WO GIBT!!!!