Team Tempo-Sport - exersciences
71 Team Rider mit einem gemeinsamen Ziel: Speed and Emotions

Dienstag, 15. März 2011

Mein erster Triathlon - Abu Dhabi 10. März 2011


Es ist Ortszeit 22:00 in Abu Dhabi und die Temperatur misst um diese Zeit noch 25 Grad. Es ist angenehm warm, als wir den Flughafen verlassen und eine warme Brise kommt uns entgegen. Aus dem Radio im Taxi vernehmen wir, dass uns Morgen ein heisser Tag bevorsteht. Am nächsten Tag haben wir bis mittags Zeit um die Registration für das morgige Rennen vorzunehmen. Da unsere Bike Pumpe leider in der Schweiz zurück blieb, geht es nach getaner Registrierung unüblicher Weise mit dem Bike auf dem Rücken 2 Kilometer zu Fuss in Richtung Transition Point 1 (TP1) wo sich der Bike Shop befindet. Auf dem Weg dorthin bemerken wir, dass ein ziemlich starker Wind geht, dieser jedoch die heisse und trockene Luft ein wenig angenehmer macht. Die Tagestemperatur beträgt 35 Grad im Schatten. Beim TP1 bringen wir unsere Bikes auf Vordermann und nach rund einer Stunde sind unsere Fahrräder bereit und wir fahren zurück ins Hotel zum ersten Briefing um 13:00. Während des Briefings erfahren wir, dass die Wassertemperatur warme 22 Grad misst und glücklicherweise das Tragen des Neoprenanzuges erlaubt ist. Anschliessend geht es weiter zu TP2. Bis kurz vor 16:00 Uhr haben wir alle notwendigen Vorbereitungen erledigt, der Bike und Run Bag ist bei unserer Startnummer deponiert und auch unsere Bikes haben wir korrekt auf dem dafür vorgesehenen Feld hingestellt. Um die Radstrecke genau zu kennen, beschliessen wir noch vor Einbruch der Dunkelheit, ein Taxi zu nehmen und die genaue Radstrecke abzufahren. Die Strassen sind in sehr gutem Zustand und mit bis zu vier Spuren genügend breit. Mit Ausnahme von ein paar kleinen Anstiegen, ist die gesamte Radstrecke flach. Um 21:00 geht das Licht im Hotelzimmer aus und wir versuchen ein paar Stunden zu schlafen.

Am nächsten Morgen sind wir um 02:30 wach. Nach einem grossen Milchkaffe und einem kleinen Frühstück gehen wir herunter in die Eingangshalle, wo wir auch schon viele andere Athleten antreffen. Um 05:00 verlassen wir das Hotel und gehen in Richtung TP1. Es weht ein angenehm warmer Wind. Grosse Scheinwerfer beleuchten das Radfeld und als wir dort ankommen, sind schon zahlreiche Athleten vor Ort und einige Pro’s geben auch schon ihre ersten Interviews. Um 06:20 eröffnen die Pro-Athleten das Rennen und kurz danach folgen die Pro-Athletinnen. Anschliessend geht’s im 20 Minuten Takt weiter, von der Langdistanz bis hin zur Kurzdistanz und um 08:15 sind dann die letzten Athleten für die Sprintdistanz gestartet. Wir konnten beide Pro-Starts mitansehen bis kurz danach um 07:45 Pablo seinen Schwimmstart hat. Zu Beginn an übernimmt Pablo mit einem anderen Athleten die Führung und kommt nach der ersten Runde als zweiter aus dem Wasser. Die zweite Runde (insgesamt 3km) geht ebenfalls reibungslos und Pablo geht mit einer sehr schnellen Schwimmzeit von 42‘20‘‘ in die Wechselzone und auf die 200km lange Radstrecke.

Mein Start erfolgt um 07:40 und ich komme nach einer Runde (1.5km) im ersten Drittel aus dem Wasser. Meine Radstrecke beträgt 100km und ich kann es kaum erwarten, in die Pedale zu drücken und nach der Hälfte der Strecke (50km) über die Formel 1 Bahn zu fahren. Trotz des starken Windes und der sehr hohen Temperatur kann ich ein gutes Tempo fahren und komme nach etwas mehr als 3 Stunden ohne Komplikationen in die letzte Wechselzone. Die gesamte Laufstrecke führt wunderschön am Meer entlang und ich versuche sie trotz der jetzt immer stärker spürenden Hitze, zu geniessen. Die Temperatur misst jetzt gute 40 Grad und viele Athleten haben Mühe in der Hitze ein einigermassen gutes Tempo zu halten. Denn die Sonne brennt heiss herunter auf den Pflasterstein. Obwohl ich ein wenig müde Beine hatte, habe ich nach 2.5 km meinen Rhythmus gefunden und konnte ohne Probleme die 10 km knapp unter 40 Minuten rennen. Endlich mit einer riesigen Freude im Ziel angekommen, werde ich vom Abu Dhabi Triathlon Komitee empfangen und nun heisst es warten, bis Pablo ins Ziel kommt. Denn unser Motto lautet, jeder der über das Ziel läuft, ist ein Sieger und wir „finishen“ jedes Rennen, egal wie lange wir für den Wettkampf benötigen.

Pablo’s sensationeller Start wurde leider von unzähligen Krämpfen aufgrund des hohen Salzverlustes getrübt und Pablo musste die Hälfte der Radstrecke mit enormen Schmerzen und vielzähligen Krämpfen beenden, bis er kämpferisch in die letzte Wechselzone ging. Er hatte während des gesamten Rennens nie ans Aufgeben gedacht, obwohl er sich ein paar Mal vor Schmerzen kaum noch bewegen konnte. Ein umso grösserer Held ist er, dass er die 20km beendet hatte und mit erhobenen Siegeshänden ins Ziel gekommen ist, wo ich ihn sehnsüchtig erwartete und er für mich der grösste Sieger des gesamten Wettkampfes war. Überglücklich endlich wieder zusammen zu sein, sind wir nach einem erfrischenden Getränk und einer kleinen Stärkung ins Hotel zurückgekehrt und haben den Rest des Tages mit Erholung, Trinken, Essen und Schlafen verbracht.

Donnerstag, 10. März 2011

Spin off der ETH, echt goldwert - wenn wir nur nicht so faul wären!!


Viele Triathleten geben ein Vermögen aus, um ihre Leistung zu optimieren oder zu steigern. Es wird fleissig Geld ausgegeben für das beste und neuste Material, die vielversprechenden Supplemente etc. Dagegen spricht ja nichts und das ist ja auch einfach (naja, je nach Budget). Aber der einfachste Weg ist nicht der Einzige bzw. da gehts noch weiter!

Ich glaube, man könnte noch viel mehr tun und beim eigentlichen "Motor" ansetzen, dem eigenen Körper. Wieso nicht den mit einem Spezialtraining "aufmotzen"? Weils anstrengender ist, als ein Supplement zu kaufen, das z.B. einen besseren Fettstoffwechsel verspricht? Ja, wahrscheinlich, aber bei den Trainingseinheiten der ETH ist das Resultat wenigstens wissenschaftlich erwiesen! Marcel Kamm hat schon über das Endurex-Training geschrieben. Es ist hart... mir fallen meistens unzählige unschöne Wörter dafür ein, wenn ich gerade am Leiden bin. Aber es bringt in Kürze Einiges.
Ich bin momentan wieder an einem Block Endurex. Und interessanterweise laufen mir dauernd (fast) nur "Pros" über den Weg dort. Wieso nicht ein paar Agegroup-Teamkollegen? Momentan profitiere ich sehr von den vielen Angeboten der Spin off der ETH. Darum möchte ich euch einmal ein paar davon aufzeigen, die aus meiner persönlichen Erfahrung etwas gebracht haben und somit aus meiner Sicht jeden Rappen wert sind:

- Radanalyse bei Swissbiomechanics: Zwar kein Partner oder Teamsponsor aber ich habe sowohl mit der Laufanalyse, als auch der Radanalyse sehr gute Erfahrungen gemacht. Einerseits mit "Retyl"-Gerät die geeignete individuelle Sitzposition finden, andererseits den eigenen Körper ausmessen (ich wusste z.B. nicht, dass mein rechter Oberschenkel 1,5cm kürzer ist als der Linke, die Beine insgesamt aber gleich lang!) und von einem Experten in Sachen Biomechanik die Belastung auf die Gelenke checken lassen und auch noch die Pedalkräfte analysieren und optimieren.

- CADEX bei Exersciences: wir alle haben eine individuelle optimale Trittfrequenz, welche je nach Wettkampfdistanz variiert. Interessant, wie mein subjektives Empfinden betreffend Wohlfühltrittfrequenz (und somit meiner üblichen Wettkampfkadenz) von den Testresultaten abweicht. Weder meine "leistungsfähigste" TF noch meine "effizienteste" TF waren in einem Bereich, den ich überhaupt fahre. Daraus kann ich viel für mein Training und für den Wettkampf mitnehmen!

- TRIATEX I und II bei Exersciences: sein Trainingsstand regelmässig zu checken und die geeingeten Trainingsbereich-Anpassungen vorzunehmen ist m.E. ein A-und-O für eine optimale Saison...

- ENDUREX bei Exersciences- go hard or go home - vgl. Blog von Marcel Kamm u.a.

So, ich freue mich, den einen oder anderen Teamkollegen/in, bei Gelegenheit mal am Irchel zu treffen - oder bist Du zu faul?! :))

Liebe Grüsse von Simone

Montag, 7. März 2011

Triathlete goes Nordic...


Nachdem meine Pläne bekanntlich in diesem Jahr etwas anders aussehen als in den vergangenen Jahren, bin ich in diesem Winter auch nicht wie gewohnt nach Gran Canaria ins Trainingslager gereist. Stattdessen habe ich zwei tolle Wochen im Engadin verbracht. Obwohl ich zur Abwechslung auch wieder mal etwas Alpinski gefahren bin, habe ich die Zeit hauptsächlich auf den Langlaufskis verbracht. Die Oberengadiner Loipen sind ja bekanntlich so vielseitig, dass es jeden Tag neue Strecken zum Erkunden gab.


Da es mir im Engadin wie immer super gefallen hatte, habe ich an diesem Wochenende den Weg nach St. Moritz nochmals unter die Räder genommen und bin zum ersten Mal in meinem Leben an einem Langlaufrennen gestartet. Der 12. Engadiner Frauenlauf stand am Sonntag auf dem Programm, 17km von Samedan nach S-chanf. Und obwohl diese Strecke nur ein Teilabschnitt des "grossen Bruders", des Engadiner Skimarathons, ausmacht, sind sie nicht zu unterschätzen, wenn man sie im Wettkampftempo absolvieren sollte.


Für mich als "Rookie" an einem Langlaufwettkampf gab es da doch so einige Hindernisse zu überwinden: Warum um Himmels Willen liegen 2 Stunden vor dem Start schon die ersten Skis an der Startlinie bereit, ohne dass weit und breit eine Athletin zu sehen wäre? Wie zieht man sich am Morgen vor dem Rennen am besten an, um bei -13 Grad beim Warten im Startblock nicht schon vor dem Rennen zu erfrieren (dicken Jacken waren keine Option, da sie dann während des Rennens eher hinderlich gewesen wären...)? Und mit welcher Intensität geht man eine solche Strecke am besten an, wenn die erwartete Renndauer unter einer Stunde liegt (für mich als Langdistanzathletin wahrlich keine einfache Aufgabe....)?


Nachdem ich auf all diese Fragen eine vermeintliche Antwort gefunden hatte, ging's dann für mich um 10.05h auf die Strecke. Das Startfeld wurde in drei Startblöcke eingeteilt: Die Elite startete zuerst um 10.00h, die Hauptklasse um 10.05h und die Volksläuferinnen nochmals fünf Minuten später. Was die Frage der Intensität angeht, bekam ich die Antwort umgehend nach dem Start: Obwohl ich wie gesagt nicht mit den allerschnellsten Läuferinnen im Startblock war, wurde das Rennen - wie im Triathlon ja auch - sofort mit einem Sprint eröffnet. Dies ist auf den Skatingskis allerdings nochmals etwas schwieriger als beim Schwimmen, da man ziemlich nahe zusammen startet und somit also nicht jeder sofort losskaten kann. Nach einigen hundert Metern allerdings war das Feld einigermassen in die Länge gezogen und die ersten richtigen Skatingschritte waren möglich. Wie gesagt war die Intensität von Anfang an sehr hoch und ich musste ziemlich Gas geben, um an den vorderen Athletinnen meines Startblocks dranzubleiben. Zwei waren sogar schon vorne weg gelaufen, und ich benötigte fast die Hälfte der Distanz, um diese beiden wieder einzuholen. Die Strecke ist vorallem im letzten Drittel nach Zuoz coupiert, was das Rennen zwar interessant, aber von der Einteilung her auch nicht ganz einfach machte. Schliesslich erreichte ich als Dritte meines Startblocks das Ziel, was in meiner Kategorie schlussendlich den 25. Rang bedeutete, denn die meisten der vorne klassierten Athletinnen kamen natürlich aus dem ersten Startblock.


Das Rennen war eine komplett neue Erfahrung für mich, und wie erwähnt für meine Verhältnisse eher kurz. Allerdings war dies für meinen heutigen Trainingsstand wohl eher ein Vorteil, da mir momentan natürlich die langen Ausdauereinheiten komplett fehlen. Aber es hat total Spass gemacht, einmal eine "fremde" Sportart auszuprobieren, und dies erst noch bei perfekten Wetter- und Schneebedingungen. Auch wenn ich wohl keine Toplangläuferin mehr werde, war es wahrscheinlich nicht das letzte Mal, dass ich an einem solchen Anlass gestartet bin. Es war ein tolles Wochenende - wie immer im Engadin!

Dienstag, 1. März 2011

Auf Abwegen?

Gute Vorsätze, nix für mich, blabla, Philosophie, Bottom Line - darüber habe ich mich in meinem anderen Blog (www.fabian-kremser.blogspot.com) schon öfter mal ausgelassen und möchte es mir deshalb hier sparen. Ja, ich habe mir vorgenommen, aus dem ersten unserer olivierbernhard coaching-Trainingslager auf Fuerteventura den einen oder anderen Eintrag online zu stellen, aber - wie soll das gehen, wenn Zeit Mangelware, das Internet eine Katastrophe und, wobei dieser letzte Punkt eigentlich der wichtigste ist, draussen 22° im Schatten herrschen, und das im Februar? Da zieht es einen doch nach draussen, und das mit Macht.
Sei es für einen längeren Ritt auf dem Drahtesel, auch als Rennrad bekannt, einem lockeren (oder auch schnellen) Lauf am Strand oder sogar einer ersten Neopren-Einheit im Meer - solche Gelegenheiten lässt man sich nur ungern entgehen. Und dann gibt es da noch meine kleine Besessenheit im Hinblick auf die hiesigen Hügel - die sind hoch, teilweise zerklüftet und oft von eher sandiger Natur.
Ich muss euch ein Geständnis machen. Ich bin hier, um mich in Form zu bringen für die kommende Triathlon-Saison, für die ich mir viel Vorgenommen habe. Aber - theoretisch ist es ja noch Winter, und Winter ist in der Schweiz nie eine gute Zeit, um Triathlet zu sein (auch das hatten wir schon hier). Das heisst also, wenn man sich auf zwei Rädern draussen bewegt, tut man das öfters mal mit dem Mountainbike. Bei mir trieb diese Not in der letzten Zeit einige für viele in meinem Umfeld eher schwer zu verstehende Blüten - ich entdeckte das Freeriding. Also quer durchs Gemüse, ohne Regeln und Strassen, mit grossem Federweg und noch mehr Tempo. Ich denke, Bruno könnte euch unterdessen einiges erzählen über meine Extrawünsche... :-)
Ich bin nun schon zum zweiten Mal auf dieser schönen Insel Fuerteventura, und auch dieses Jahr ist es genau wie im letzten - seit ich das Flugzeug verlassen habe und die rollenden Hügelzüge sehe, die Felskanten und all das, da frage ich mich: wäre das fahrbar?
Manche Leute sehen es bei mir als kleines Manko an, dass ich mich in irgend etwas dermassen verbeissen kann dass, alles andere zur Nebensache wird. Zugegeben - bei einem Wettkampf ist das von Vorteil, denn dann heisst es ja gerne "Kopf 'runter, Füsse auf die Pedale und dann volle Lotte drauf". Aber es ist eben nicht nur im Rennen so, sondern auch bei anderen Dingen. Da lässt Fabian oft erst dann locker, wenn es entweder geklappt hat - oder, im übertragenen Sinne (manchmal auch nicht), Blut geflossen ist.
Also habe ich mir folgendes überlegt: ihr wisst, dass ich gerne schwimme, Rennrad fahre und laufe und dass ich mich auf der Langdistanz zuhause fühle. Ihr wisst auch, dass ich gerne trainiere, den Februar nicht sonderlich mag (ist ja jetzt passé...) und der Ansicht bin, dass einen nur grosse Ziele wirklich vorwärts bringen. Und ich werde in meinem Blog und hier auch in diesem Jahr wieder darüber berichten, was ich auf meinem Weg zu den Rennen 2011 so alles erleben darf, denn da wird es sicher wieder Geschichten geben die einen denken lassen: falscher Film?
Aber es gibt eben auch noch anderes im Leben, und da es von unserem Team-Sponsor Tempo-Sport gerne gesehen wird, wenn die Athleten auch mal sehen, was es am anderen Ende des Buffets gibt, werde ich dies im März einmal kultivieren. Da kommt, neben meinem Rennrad, das BigBike mit nach Fuerteventura. Die Hügel dort dürften, wie ich am letzten Ruhetag des ersten Camps erkundet habe, absolut fahrbar sein (man kann dort laufen, wo sollte also das Problem sein?) - und so möchte ich neben den Trainingszeiten mit den Athleten, auf die ich mich sehr freue, einmal herausfinden wie das so ist, wenn ein Triathlet "neben die Strasse" gerät. Und wer weiss - vielleicht gibt das ja eine Story, über die es etwas zu schreiben gibt.
Bis dahin - gutes Training! Herzlichst,
Fabian

Samstag, 12. Februar 2011

Time Race Cup Brütten



Fertig Frau Holle? Es scheint fast so - da scheint es angebracht, die Skatingskis mit meinem geliebten Cervelo S3 zu tauschen und mal am Time Race Cup in Brütten etwas Rennluft und Laktat zu schnuppern. Da die spezifischen Umfänge im bisherigen Aufbau sehr gering waren, war ich gespannt, ob ich schon mit den Strassenfahrern mitfahren kann.

Das Rennen (10x4km auf einem Viereckskurs, wellig) war super nervös... statt lockerem Einrollen war schon in der ersten von 10 Runden nach jeder Kurve Antreten als gäbs kein morgen angesagt. Ich konnte mich sehr gut im Feld bewegen und jedes Tempo mithalten. Meine Strategie, ab Runde 4 etwas offensiver aufzutreten konnte ich umsetzen und war dann das eine oder an der Spitze des Feldes.

Mein Antritt 2km vor dem Ziel war wohl eher in die Kategorie "tollkühn" einzureihen, aber wer wagt gewinnt (manchmal) oder hat zuminest viel Spass! Auf den letzten 400m kams zum umkämpften Sprint...bei 45km/h verhakten sich mein Lenker mit einem anderen, der die vielzitierte gerade Linie gerne mal verlässt. In reinster Keirin-Manier gings auf die letzte Kurve zu...das sorgte neben viel Laktat auch noch für etwas Adrenalin. Zum Glück konnte ich mich irgendwie lösen und auf dem Rad bleiben - an seinem Ausflug in den Acker hatte vor allem sein Carbonhinterrad keine Freude... Danach ist die Luft draussen und ich rolle irgendwo im Feld durchs Ziel.

Fazit: Zufrieden mit dem Formtest und dankbar, dass Mensch und Maschine einmal mehr gütlich davongekommen sind. Danke an Marco Guarino, im Tempo-Team bestens bekannt und geschätzt - wir haben uns wacker geschlagen!

Bericht Tele Top (ab 4'10'')

Mittwoch, 26. Januar 2011

Neue Leaderin, noch mehr Motivation



Am Samstagabend war es soweit: Das neue Team Tempo-Sport olivierbernhard traf sich zum Kick-off für die Saison 2011. Praktisch alle Team Rider aus dem letzten Jahr sind wieder dabei. Das ist wohl das beste Zeichen, dass das Team funktioniert. Insgesamt wurde das Team nochmals etwas vergrössert und 2011 sind total 55 Teamathletinnen und -athleten unterwegs. Mit Rafael Wyss stösst ein weiterer schneller Langdistanzathlet aus der Region zum Team (Kategorie Pro).
Der prominenteste Neuzugang ist ohne Zweifel Karin Thürig. Sie wird die neue Saison im Team Tempo-Sport olivierbernhard bestreiten. Weshalb Karin mit dabei ist, formuliert sie so: "Das Team bietet mir ein optimales Umfeld und erstklassiges Material. Ich kann von einer umfangreichen Betreuung profitieren. Neben dem Coaching von Olivier Bernhard steht mir mit Michael Tronczik auch ein Schwimmtrainer zur Verfügung. Ich habe vom Zeitfahrrad über den Neopren bis zu den Radschuhen eine einzige Anlaufstelle. Somit wird für mich der Aufwand viel kleiner. Mit über 50 Teammitgliedern werde ich selten alleine an einem Wettkampf auftreten."

Für das gesamte Team gibt es 2011 mit einer solchen Besetzung einen weiteren Schub. Für die Betreuer und Sponsoren ist Karin's Engagement ein noch grösserer Antrieb, für das Team die besten Produkte und Lösungen zur Verfügung zu stellen. Seien dies neue Trainingsmethoden, noch besseres Material oder noch optimalere Betreuung. Details wurden am Kick-off bereits vorgestellt, sie bleiben aber wie immer vorerst den Teammitgliedern vorbehalten...

Die Neuzugänge neben Karin Thürig sind für 2011:
Pro Team: Rafael Wyss
Elite Team: Carlos Cuenca, Xavier Vidonne, Urs Schwer
Sport Team: Rebekka Halter, Lucia Thalmann, Petra Jund, Roger Vetter, Waldemar Grichting, Fabian Dutli, Beat Stäuble, Patrick Müller

2011 wird genial!

Los geht's!

Montag, 24. Januar 2011

Balasz wird immer schneller


Unser Überschwimmer im Team, Balasz Csöke, hat am IM 70.3 in Südafrika bei strömendem Regen den 5. Rang erkämpft. Nur gerade 3 Minuten verliert unser Vielstarter auf den dritten Rang. Balasz kommt also immer besser in Fahrt und hält nun auch auf dem Velo und dem Lauf mit der Spitze mit. Eine Hawaii-Quali wird dadurch immer realistischer. Bravo Balasz! Während du dich in Südafrika abgemüht hast, haben wir am Samstag das Team Kick-off in Thalwil genossen ;-))

Sonntag, 23. Januar 2011

Team Tempo-Sport - exersciences 2013

Für die Saison 2013 haben wir unser seit 7 Jahren stetig wachsendes Team auf eine noch breitere Basis gestellt. Was mit drei Athleten begann, ist heute eines der stärksten und vor allem motiviertesten Teams der Schweizer Ausdauersportszene. Neu werden diese Saison neben den zahlreichen Triathletinnen und Triathleten, Strassenrennfahrern sowie Mountainbikern ein Frauen Elite Veloteam sowie ein Laufteam dabei sein. 
2013 sind 71 Athletinnen und Athleten in unseren Farben unterwegs. Zusammen mit dem Hauptpartner exersciences sowie Cervélo, Zipp und weiteren Sponsoren können unsere Team Rider auch dieses Jahr wieder auf die allerbesten Bedingungen zählen.

Pro Rider
Renata Bucher
Rafael Wyss (S)
Patrick Rhyner
Marc Widmer
Marcus Smallbone
Kamil van Beijnum
Anna Halasz

Top Elite Rider
Dani Hofstetter (S)
Georges Bürgi
Pablo Erat
Alexander Mattmann
Carlos Cuenca (S)
Reto Brändli
Andy Krähenbühl

Lu Decurtins


Pro Road Women
Jutta Stienen
Aurore Brahier
Jennifer Sägesser
Andrea Büchel

Laufteam Tempo-Sport Mizuno
Lukas Stähli
Beat Burkhard


Elite Rider
Simone Weber
Christian Magnani (S)
Urs Hintze (S)
Markus Blessing (S)
Xavier Vidonne
Caroline Röhrl
Lucia Thalmann
Marcel Hotz
David Rochat
Christoph Nenniger
Barbara Schwarz
Reto Fröhli
Erich Kunz
Marianne Kern Joerin (S)
Marcel Kamm (S)

VIP Rider
Monika Lehmann
Walti Frei


Sport Rider
Daniel Brachs
Heidi Bader
Markus Schumacher
Dieter Lüscher
Richi Kälin
André Fehr
Pirmin Christen
Michael Tronczik
Eliane Jung
Daniel Schmid
Stefan Kaufmann
Remo Stirnimann
Roger Blättler
Sandro Brunner
Valerio Di Bari
Sascha Hofstetter
Marco Guarino (S)
Jürg Störi (S)
Marc O. Tensi (S)
Michael Schäfer
Christine Heidemann
Nicolas Debons
Sven Hungerbühler
Petra Jund
Roger Vetter
Waldemar Grichting
Fabian Dutli
Beat Stäuble (S)
Patrick Müller
Sven Altermatt
Ruedi Baumann
Erwin Elmer (S)

MTB/Quer
Daniel Humm
Roger Widtmann
Maeck Greil


(S): Mitglied im Strassenveloteam

Teamleitung
René Kuster (Teamleiter)
Marcel Kamm (Office)
Max Wissmann (Bekleidung)
Bruno Saile (Werkstatt)
Das Team Tempo-Sport - exersciences wird von folgenden Sponsoren unterstützt:

exersciences
Cervélo
Argon 18
Suunto
Kask
ON Running
Mizuno
DMT Cycling Shoes
Rudy Project
Cocoon Ergonomic
Winforce
Zipp
Speedplay
Rotor
Sailfish Wetsuit
olivierbernhard coaching

Freitag, 31. Dezember 2010

HAPPY NEW YEAR TO ALL OF YOU !!


Genug Waschbrettbauch, Diätmenue, Cola Zero, etc. - heute heisst es, lasst die Korken knallen und ein gutes, erfolgreiches, glückliches neues Jahr an Alle. Geniesst es in vollen Zügen und vergesst den Gang auf die Waage morgen früh. 2011 is going to be great.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Beaten paths are for beaten men


Viele Triathleten neigen dazu, sich mit den 3 Disziplinen zu begnügen. So werden sie über die Jahre meistens besser, aber irgendwie wird es immer schwieriger dem Körper neue Reize zu liefern. Und während hier schon über harte state-of-the-art Alternativmethoden unseres Partners "exersciences" berichtet wurde, habe mich heute etwas ganz "Banalem" unterzogen, so à la "meh Dräck". Ein Box-Training mit Ex-Kickbox-Weltmeister Rocco Cipriano (Bild) & Friends im Badener Boxkeller.

Allen Kopfschüttlern sei gesagt, das war nicht meine Idee. Seit 2 Monaten habe ich die Trainingsregie nach langer Zeit wieder in fremde Hände gegeben - mit bis dato ausschliesslich positivem Fazit! Und neben vielen, vielen neuen Wegen (das Erfolgsgeheimnis sei hier nicht gänzlich gelüftet) stehen bis Ende Januar 5 "Behandlungen" im Boxkeller an.

Los geht's mit einem kurzen Aufwärmen - erinnert an "normale" Circuit-Trainings, nichts Wildes. Und dann...alle setzen sich Box Handschuhe, Kopf-, Zahn- und Tiefschutz auf. Mein Blick drückt etwas zwischen Ratlosigkeit und Verunsicherung aus, aber ja, es ist so, fortan wird gekämpft. Ich werde, zumindest was die Schlaghärte angeht, etwas geschont, aber sonst... ehrliches, hartes one-on-one Training.

Hochgezüchtete Triathlonmotoren aufgepasst: leichtfüssige Beinarbeit (Ali's Shuffle lässt grüssen), 100% Konzentration, Reaktionsschnelligkeit, v.a. aber der Stress vom Gegenüber mit Schlägen zugedeckt zu werden, lassen den Puls brutal hochschnellen!

Erst habe ich grossen Respekt und bin ständig in der Rückwärtsbewegung, aber irgendwann bin ich mit dem Rücken an den Ringseilen (später dann in den selben sprichwörtlichen!) und dann muss man sich stellen. Ich realisiere, dass mein Rookie-Bonus (nicht Rocky!) schnell Geschichte ist und merke, dass eine schlechte Deckung und Passivität einem hier schlecht bekommen.
Eine Mischung aus "jetzt erst recht"-Aggression und "gaht's no, so nöd!" stärkt das Rückgrat und erlaubt mir etwas offensiver aufzutreten und selbst einige Treffer zu landen.
Nach 1h ist das Training vorbei und ich fix und fertig. Die Arme sind schon lange schwer, der eine oder andere blaue Fleck wird morgen da sein. Um eine ganz neue Bewegungserfahrung reicher schleppe ich mich in die Garderobe.


Was es am Ende bringen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber mit Bestimmtheit weiss ich: Es braucht Mumm, um sich geübten (Kick-)Boxern zu stellen, es macht Spass mal was ganz Neues kennezulernen und in diesem Fall schärft es den Fighting-Spirit enorm. Schwimmstarts 2011...walk in the park!!!


Ich wünsche allen schöne Feiertage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!