Team Tempo-Sport - exersciences
71 Team Rider mit einem gemeinsamen Ziel: Speed and Emotions

Montag, 25. März 2013

Wenn indoor auch für outdoor Sinn macht

Ende März. Jetzt sollte eigentlich der Frühling stattfinden. Macht er aber nicht. Dieser Blogeintrag ist weder ein Einstimmen in das allgemeine Wehklagen bezüglich kaltem, unwirtlichem Wetter noch ein Plädoyer für unendlich lange Trainingslager im Süden. Nein, hier geht es darum, wie mit Indoor-Training eine Saison für eine Outdoor-Sportart wie velofahren seriös vorbereitet werden kann. Oder konkret in meinem Fall: Wie fühlt es sich an, praktisch ohne Velokilometer eine Woche lang mit den jüngeren und verdammt fitten Jungs und Mädels des Veloteams auf die Insel der Kletterer, Gran Canaria, zu reisen? Gar nicht so schlecht, sage ich nach dieser Woche nur. Gar nicht so schlecht. Dies möchte ich durchaus als Aufmunterung an alle Verzweifelten verstanden haben, die sehnlichst auf die ersten warmen Tage in unserer Region warten. Ich sage euch nur: Keine Panik! Denn mit Indoor- und Alternativtraining kommt man sehr gut durch den Winter und muss sich vor den ersten langen und anspruchsvollen Trainings nicht fürchten.

Folterkammer

Zu meiner Zeit als aktiver Ruderer war sie im Winter unser Dreh- und Angelpunkt: Die Folterkammer. Oder genauer: Der Kraftraum, die Ruderkiste und der Ergometer. Verhasst und doch beliebt, denn wir wussten schon damals: Effizienter trainieren geht kaum. Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich habe diesen Winter in diversen Varianten auf dem Velo indoor trainiert. Ganz entscheidend war aber nicht die Länge (ich sass kaum je länger als 1 bis 1.5 Std. auf der Rolle) sondern die Qualität. So zum Beispiel im Spinningkino: Dort trainierten wir strukturiert, qualitativ und dank der grossen Gruppe auch stets motiviert auf der Rolle. So kamen zwar nicht viele Stunden aber umsomehr Qualität zusammen. Daneben ab und zu mit dem Mountainbike oder Quervelo draussen im Grundlagenbereich fahren reicht als Ergänzung durchaus. Klar: Eine gewisse Basis sollte vorhanden sein, sonst machen qualitative Trainings wenig Sinn. Aber bei vielen erfahrenen Athletinnen und Athleten ist dies ja meistens das kleinste Problem. Im Gegenteil: Meine Erfahrung zeigt, dass viele eher zuviel als zuwenig trainieren (möchten).

Effizientes Rollentraining: Hier im Spinningkino

Alternativtraining und HIIT

Neben den spezifischen Trainings sowie den Triathlondisziplinen Laufen und Schwimmen habe ich auch - wie seit Jahren schon - sehr gute Erfahrungen mit Alternativsportarten gemacht. Vor allem Langlauf und Schneeschuhlaufen sind zuverlässige Trainingsreize. Mir passt vor allem das Bewegen an der frischen Luft und die Möglichkeit, etwas Sonne zu tanken, die Landschaft zu geniessen und eine schöne Abwechslung zu haben. Jahrein und jahraus nur velofahren wäre mir eh viel zu langweilig.

Dieses Menu habe ich kurz vor dem Trainingslager mit hochintensiven Intervallen (HIIT) garniert. Mit vier HIIT-Einheiten verteilt auf zwei Wochen konnte ich meine Form auf ein deutlich höheres Niveau bringen. Jede Einheit dauert rund 45 Minuten. Aber seid gewarnt: Diese 45 Minuten tun weh. Sehr weh. In diesem Blog wurde schon viel geschrieben über die berüchtigten Endurex-Trainings bei exersciences. Ich kann dazu nur sagen: Bei mir wirkt es. Es wirkt so gut, dass ich jeweils fast nicht glauben kann, wie gut ich danach in Form bin. Und auch bleibe. Aber ich kann meistens auch kaum glauben, wie stark ich in diesen Trainings jeweils leiden muss...

HIIT-Training überlebt

Trainingscamp

Und so gings dann mit praktisch null Outdoor-Velokilometern nach Gran Canaria. Es wäre mir zugegebenermassen schon einiges wohler gewesen, wenn ich vorher mal noch etwas draussen hätte fahren können. Aber bei Temperaturen um null Grad fehlt mir nicht nur die Motivation sondern ich friere auch trotz allen Überzügen und Wärmebeuteln sehr schnell an Füssen und Händen. Deshalb ist das für mich kein Thema.

In der Wärme angekommen, ging es mit dem Team gleich in die Berge: Motiviert und nach einigen ersten Kilometern mit einem noch etwas unsicheren Tritt schon sehr schnell im gewohnten Rhythmus. Ich spürte schnell, dass meine Form akzeptabel war und ich bereits ab dem zweiten Tag richtig gut Gas geben konnte. Dies änderte sich bis zum Schluss nicht mehr und so konnte ich wunderbar trainieren, ja sogar an der Tempohärte arbeiten und anspruchsvolle lange Einheiten absolvieren. Immerhin über 16'000 Höhenmeter kamen zusammen, keine schlechte Basis für den Saisonhöhepunkt Haute Route im Herbst.  Fazit: Qualität vor Quantität gilt immer noch.



Teamtraining in Gran Canaria 2013
Nun hoffe aber auch ich, dass der Frühling doch noch den Durchbruch schafft, denn eines ist sicher: Velofahren macht bei schönem und warmem Wetter halt doch mehr Spass.


Draussen machts halt doch am meisten Spass ;-)))

Viel Spass beim Trainieren!

Euer Marcel

P.S.: Ich bin so überzeugt von der Effizienz des Rollentrainings, dass ich auch im Sommer regelmässig Einheiten indoor absolviere.


Montag, 18. März 2013

In die Top 5 geflogen!



Mit Ausnahme des Wetters war für einmal alles perfekt: Trotz Dauerregen, Schlammschlacht und Schnee gelang mir ein perfekter Lauf beim elsässischen Trailrun "Circuit du Grand Crus". Mit buchstäblich pulverisierter Bestzeit beendete ich die 24 anspruchsvollen Kilometer überraschend auf dem 5. Rang der Frauen und liess gesamthaft 894 Läufer der 983 Gestarteten hinter mir. Das fühlte sich an wie fliegen!

Die ganze Story findet ihr auf meinem Blog.


Wie auf den Canaren so auf den Balearen.
Tempo-Sport aller Orten

Donnerstag, 21. Februar 2013

Von Langlaufskis und Velorolle



Viele reisen bereits im Winter zum Training in den Süden. Dass ein Trainingslager für Triathleten auch im Schnee durchaus seinen Reiz hat, zeigt Heidi Bader. Ausgerüstet mit Skatingskis, Schwimmutensilien und Velorolle verbrachte sie eine effiziente Trainingswoche im Engadin.
Hier gehts zum Blog von Heidi:

http://triathlon-emotions.blogspot.ch/

Samstag, 9. Februar 2013

Simmar du ännu eller cyclar du redan?


Der Blick aufs Shirt unserer Teamathletin Caroline Röhrl genügt, um ihr Hauptsaisonziel zu erraten. Was die junge und ambitionierte Athletin sonst noch so im Schilde führt, lest ihr am besten direkt auf ihrem Blog mit dem Titel "Simmar du ännu eller cyclar du redan?" Ähhhhh.....







Sonntag, 20. Januar 2013

Von Rio 2016 über EM-Limite bis Ironman-Finish


Nach den sportlichen Erfolgen des letzten Jahres dürfte es für das Team Tempo-Sport - exersciences schwierig werden, sich noch zu steigern. Doch die Vorzeichen stehen gut: Der Start ins neue Jahr ist nämlich mehr als geglückt: Am traditionellen Team-Kick-off in Thalwil konnte die Teamleitung rund um René Kuster gleich mit mehreren erfreulichen News aufwarten:

- Mit Patrick Rhyner stösst ein aufstrebender Spitzentriathlet zum Team. Sein Ziel: Rio 2016.
- Ein Damen-Strassenteam wird neu in den Farben von Tempo-Sport - exersciences unterwegs sein.
- Neu wird ein Laufteam mit eigenem Hauptsponsor an den Start gehen: Tempo-Sport Mizuno.

Wenn das kein Traumstart ist! "Ich freue mich jedes Jahr noch mehr auf die kommende Saison, das Team ist einfach eine Wucht", sagte René Kuster am Teammeeting aus vollem Herzen. Erfreulich und wohl einmalig ist auch der Mix im neuen Team: Vom Pro-Triathleten mit Ziel Rio 2016 über Top Age Grouper mit Hawaii-Ambitionen oder Läufer mit der Marathon-EM-Limite im Hinterkopf bis zum Ironman-Finish umfasst das Team sehr viele verschiedene Athletinnen und Athleten mit jedem erdenklichen Background und Ziel.

Team Tempo-Sport - exersciences 2013

Nun, es gibt selbstverständlich noch weitere Neuigkeiten für 2013:

- Das Team umfasst neu 71 Team Rider in den Kategorien Triathlon, Duathlon, Veloteam Granfondo und neu Damen Elite, Mountainbike sowie das neu lancierte Lauf-Team
- Alle bisherigen Sponsoren und Partner unterstützen auch 2013 das Team. Ohne diesen Support wäre es unmöglich, eine solche tolle Mannschaft zusammenzustellen.
- Last but not least: Am Kick-off wurden die Teamrider mit vielen Neuigkeiten der Sponsoren bezüglich ihrer Produkte aufdatiert. Es soll hier nicht alles verraten werden, aber am meisten Aufsehen erregte wohl die detaillierte Erklärung zum neuen Leistungsmesssystem von Rotor. Es ist vorgesehen, dass gleich mehrere Teamathletinnen und - athleten schon in den nächsten Wochen mit diesem System ausgerüstet werden können. Und dies nicht ohne Grund: Das Team ist nämlich bei weitem nicht nur zum Medaillensammeln da, sondern die Team Rider werden durch diverse Lieferanten immer wieder und mit grossem Interesse als sehr wichtige Feedbackquelle für innovative Produkte eingesetzt. Kein Wunder, denn wo sonst finden sich 71 enthusiastische Ausdauersportlerinnen und -sportler auf einem Haufen wieder? Eben!

Hier die Team Rider, welche 2013 neu zum Team gestossen sind:


Lukas Stähli: Laufteam
Beat Burkhard: Laufteam





Ruedi Baumann: Sport, Triathlon
Urs Hintze: Elite, Veloteam
Sven Altermatt: Sport, Triathlon 



Aurore Brahier: Pro Road Women
Jutta Stienen: Pro Road Women
Jennifer Sägesser: Pro Road Women

Selbstverständlich gab es auch auf dieses Jahr wieder einige wenige Abgänge, auch wenn die Fluktuation im Team seit jeher klein ist. Der wichtigste Abgang ist bestimmt derjenige von Simone Brändli. Sie hat die einmalige Chance erhalten, ins Profi-Team von Erdinger Alkoholfrei zu wechseln. Tempo-Sport wird aber weiterhin ihr Partner bleiben und sie mit dem gesamten Velomaterial inkl. Serviceleistungen versorgen. Das gesamte Team wünscht Simone für diese Saison viel Erfolg.

Das Team Tempo-Sport - exersciences ist für 2013 bereit und alle Team Rider sind bis in die Haarspitzen motiviert. Lassen wir es rocken! Die Saison kann kommen!

Sonntag, 13. Januar 2013

Rück- und Ausblick



Nach meiner Rückkehr von Kona, Hawaii, im Oktober letzten Jahres, arbeitete ich zuerst ein paar Tage lang den Stapel im Büro ab, bevor ich kurz darauf in der Klinik Hirslanden auf dem Operationstisch von Dr. Jens Kather, Hüftspezialist, zu liegen kam. Die Diagnose Hüftinpinchment, Labrumrisse, Zysten und Ganglien, wurde mir keine zwei Monate vor meiner Abreise nach Hawaii gestellt. Nun war medizinisch klar, wieso ich die letzten drei Jahre kaum hatte rennen können. Insofern eine Erleichterung endlich zu wissen, was das Problem ist. Abgesehen vom Frust, dass man das alles schon vor 3 Jahren hätte feststellen können, dämpfte auch das Wissen, dass die Lösung eine Operation bedeutete, mit mind. 4 Monaten Reha-Zeit und danach sehr langsamem, geduldigem Laufaufbau gab die Erleichterung. Ich habe mich letztlich für die OP entschieden und schon als ich am Morgen danach aufwachte und alle (!) Schmerzen weg waren und dies auch ohne Schmerzmittel anhielt, atmete ich auf. Ein neues Lebensgefühl, wenn der mit der Zeit gewohnte Alltagsschmerz wie weggeblasen ist. Dr. Jens Kather fand mich dann bei der Visite selten im Zimmer, sondern mit den Krücken auf der Krankenhaustreppe rumhumpelnd. Kopfschüttelnd und mahnend erklärte er mir, was ich in Zukunft zu tun und v.a. was zu lassen habe. Rundum wurde ich gefragt, wie ich es denn mit Krücken bzw. ohne Sport aushalten würde. Und ich konnte nur immer wieder betonen, dass es nur halb so schlimm ist. 3 Jahre voller Schmerzen, Therapien, eine Odyssee von Arztterminen und Unklarheiten versus 4 Monate brav und geduldig sein (bzw. noch etwas länger)… da bin sogar ich die Geduld in Person! Den vielen lieben Besuchern ein riesiges Dankeschön! Ihr habt mir das Nichtstun deutlich versüsst! :)

Die Reha verläuft erfreulich. Ich kann bereits alles wieder machen, voll belasten und trainieren. Ausser natürlich das Laufen. Dafür habe ich klare Vorgaben. Aber ich habe gelernt, dass weniger mehr sein kann: Wie ich den Marathon auf Hawaii noch in 3h22min habe absolvieren können, ist mir ein Rätsel. Am Tag zuvor und danach, konnte ich keinen einzigen nicht humpelnden schmerzfreien Schritt machen. Was ich seither bestätigt weiss, ist Folgendes: mit sehr, sehr (!) wenig Laufpensum (in meiner Saison 2012 absolvierte ich etwa so viele Trainingskilometer wie teilweise Pro-Athleten pro Woche) kann man sein Niveau erhalten, wenn man fleissig Alternativtrainings macht (wie etwa Aquajoggen). Neu habe ich eine weitere Alternative entdeckt: Alter-G-Training. Dabei handelt es sich um ein Laufband mit Antischwerkraft-Ballon, sozusagen. Man kann dabei sein Körpergewicht um 80% reduzieren, quasi in der Schwerelosigkeit laufen und doch die Laufbewegung sauber (sofern konzentriert) machen. Im Kantonsspital Baden habe ich so eine Alternative gefunden und möchte sie euch nicht vorenthalten:
http://www.kantonsspitalbaden.ch/baden_d/Medizinische-Dienste/Dokumente-Medizinische-Dienste/Move/AlterG.php
Es ist sozusagen ein kleiner Geheimtipp, der sich unter Profiathleten bereits herumgesprochen hat (nur sagt man ja niemandem, dass man verletzt ist, aber wen ich alles so darauf angetroffen habe… das spricht Bände!)

Weiter habe ich mit exersciences äusserst kompetente Betreuung im Bereich der wissenschaftlichen Seite (Knochenflächendichte etc.) und auch im Holmesplace in Oberrieden kann ich eine optimale Infrastruktur für den Wiederaufbau nutzen. Es ist wirklich schön, wie viel Unterstützung ich erhalte, herzlichen Dank dafür! Danke auch ans Tempo-Sport-Team. Ihr habt mich von Anfang an immer unterstützt, egal ob es gut oder gerade mal weniger gut lief. Ich kann auf tolle 4 Jahre mit euch zurückblicken, mit euch bin ich „gross geworden“ und dafür bin ich euch sehr dankbar!

Ein herzliches Dankeschön gebührt hier auch meiner Trainerin Susanne Buckenlei. Mit ihr habe ich nicht das Gefühl, mich in einer „Reha-Zeit“ zu befinden und doch die Sicherheit, dass ich meinem Körper nicht zu früh zu viel abverlange. Dieses Vertrauen ist goldwert! Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Durchführung meiner (vorher gesetzten) Saisonplanung 2013 nichts im Wege steht. Die Operation hat mich kaum zurückgeworfen, im Gegenteil, nun werde ich erst richtig loslegen können… dosiert, vernünftig und geduldig, aber mit doppelt so viel Energie wie bisher!!

Liebi Grüessli d'Simone

Donnerstag, 10. Januar 2013

Frauenpower


Für die Saison 2013 wird Tempo-Sport neu auch ein Frauen-Rad-Team unterstützen. Wie es dazu kam, welches die Hintergründe und die Motivation für das Team sind, lest ihr hier:

Die Zusammenarbeit entstand aus einem Gespräch zwischen René Kuster und Jutta Stienen, die in Wädenswil wohnhafte amtierende Schweizer Vizemeisterin im Zeitfahren. Jutta gelangte an Tempo-Sport, um sich über einen neuen Zeitfahrlenker und eine optimierte Zeitfahrposition beraten zu lassen. “Tempo-Sport und der Kontakt zu René Kuster wurden mir von einem Athleten empfohlen. Schlussendlich verbrachte ich einen ganzen Nachmittag mit René, wir verbesserten meine Position auf dem Rad und unterhielten uns über den Radsport und Tempo-Sport’s Engagements mit Athleten aus der Region. René bot mir eine Zusammenarbeit an.” Da der Radsport ein Teamsport ist entwickelte sich die Idee, ein kleines Frauen-Team zu bilden. Dies als ideale Ergänzung zum bereits bestehenden Strassenteam bei den Nicht-Lizenzierten aber vor allem auch als Möglichkeit, an den Rennen von einer Teamstruktur zu profitieren.
Im Damen-Strassenteam dabei sind:
 
- Jutta Stienen, Wädenswil, Vizeschweizermeisterin Zeitfahren.
- Andrea Büchel, welche sich für Liechtenstein für die 2013 Kleinstaaten-Olympiade qualifiziert hat
- Jennifer Sägesser, ehemalig MTB Nationalmannschaftsmitglied und 11te im Worldcup U23, sie fährt seit 2 Jahren Strasse und war 1. der U23 an der Schweizer Bergmeisterschaft
- Aurore Brahier, Championne Romande 2011 im Zeitfahren.

Alle 4 Fahrerinnen sind berufstätig und üben den Radsport aus Leidenschaft aus.


Jutta Stienen, Jennifer Sägesser, Andrea Büchel, Aurore Brahier (vlnr): Ab diesem Jahr in den Trikots von Tempo-Sport - exersciences unterwegs.

“Ich bin beeindruckt von den Frauen, wie sie einerseits ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen, und gleichzeitig auf hohem Niveau den Radsport ausüben. Ich hatte über Jutta Stienen’s Exploit an ihrer ersten Schweizermeisterschaft-Teilnahme gelesen und ich habe darauf gewartet, dass sie in unserem Shop auftaucht”, sagt René Kuster schmunzelnd. Die Bereitschaft von Tempo-Sport, Sportlerinnen und Sportler zu unterstützen und zu fördern ist seit jeher gross. “Für uns ist es einfach super. Der Frauen-Radsport erhält nicht viel Aufmerksamkeit, geschweige denn Unterstützung. René’s Enthusiasmus und Grosszügigkeit sind einmalig, und wir freuen uns sehr, dass wir nun als die “Tempo Girls” hoffentlich viele gute Platzierungen erkämpfen können. Die Motivation ist riesig”, so die Frauen.

Der Rennkalender für 2013 steht. Nebst den Schweizer Rennen planen die Vier auch Renneinsätze in den Nachbarländern. “Wir gehen das Ganze einfach mal an und sehen, was sich daraus entwickeln kann. Vier Fahrerinnen sind eigentlich nicht genug für ein Team, aber es ist eine gute Zahl, um ein Team zu starten und die Übersicht zu haben, ohne sich finanziell oder leistungsmässig unter Druck zu setzen,” sind sich alle Involvierten einig.
Das Team Tempo-Sport - exersciences ist als nationales Frauen-Team gemeldet und fährt mit einer Elite-Lizenz. Zur Zeit weilen die vier Frauen auf Fuerteventura im Trainingslager, um sich auf die kommende Saision vorzubereiten. Am 2. März geht’s los mit den Winterrennen in Brütten. Mehr Informationen werden laufend auf dem Team-Blog zu finden sein.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Ein etwas anderes Silvester

In der ersten Sekunde des Jahres 2013 wurde in Schlieren/ZH der Neujahrsmarathon gestartet. Mein Ziel war klar: eine neue Bestzeit laufen und mich mit etwas Glück aufs Podium schmuggeln. Ich startete schnell mit einer Pace on 4:40 min pro Kilometer. Nach der ersten Runde von 7 (6km) lag ich auf Position 3 im Frauenfeld. Aber bereits nach der zweiten fühlte ich mich nicht mehr gut. Meine Beine fühlten sich schon schwer an und ich hatte Mühe, das Tempo zu halten. Nach 18km überlegte ich mir ernsthaft, das Rennen an dieser Stelle zu beenden, aber ein DNF ist ja nie eine echte Option. Also kämpfte ich weiter, noch hielt ich mich auf Rang 4. Bei Kilometer 30 begannen meine Muskeln zu krampfen. Die letzten 12 Kilometer waren sehr schmerzhaft und endlos lang. Die kurzen zwei Meter Anstiege zu den Brücken musste ich jeweils gehend zurücklegen. Auf der letzten Runde verlor ich einige Positionen. 200m vor der Ziellinie wurde ich wiederum überholt, doch diesmal gab ich nicht nach, kämpfte und gewann mit einer halben Sekunde den Zielsprint. So beendete ich das Rennen als 6. Frau in einer Zeit von 3:35, was zwar eine neue Bestzeit für mich darstellt, allerdings nicht ganz diejenige, dich mir vorgeschwebt war.

Was waren die Gründe, dass ich meine eigenen Erwartungen nicht erfüllen konnte? Vielleicht die Erkältung, unter der ich in der Woche vor dem Rennen litt, vielleicht das fehlende Training in der Vorbereitung wegen zuviel Arbeit, vielleicht das zu hohe Tempo zu Beginn des Rennens aufgrund meiner Fehleinschätzung der eigenen Fitness oder doch nur die ungewohnte Rennzeit mitten in der Nacht. Es war jedenfalls eins meiner schmerzhaftesten Rennen und der Muskelkater ist schlimmer als nach jedem meiner Ironmans oder Gigathlons. Die Stimmung am Start war aber so unglaublich, dass ich nächstes Jahr definitiv wieder starten werde. I´m smashed! Happy new year!

Freitag, 21. Dezember 2012

Medaillensammler

Team Tempo-Sport – exersciences stand 2012 über 200 Mal auf dem Podest

Thalwil, 21.12.2012. Die Athletinnen und –athleten des Thalwiler Team Tempo-Sport – exersciences sorgten dieses Jahr für die erfolgreichste Saison seit Bestehen. Mit 27 Siegen und 40 Podestplätzen overall und über 70 Siegen und 80 Podestplätzen in den Age Groups schloss das Team so erfolgreich wie noch nie eine Saison ab. Die Team Rider haben zudem einen Weltmeister-, zwei Europameister-, einen Vizeeuropameister und zwei Vizeschweizermeistertitel errungen.

In der Triathlon- und Veloszene kam dieses Jahr kaum jemand am Team Tempo-Sport – exersciences vorbei. Die Teamfahrerinnen und Teamfahrer avancierten dieses Jahr zu regelrechten Medaillensammlern. Aber nicht nur die insgesamt rekordverdächtigen rund 300 (!) Top-Ten-Platzierungen von Teamathletinnen und –athleten zwischen Januar und Dezember 2012 sprechen eine deutliche Sprache. Auch die grosse Präsenz auf den Wettkampfplätzen im In- und Ausland ist eindrücklich. „Wir sind unglaublich stolz auf unser Team, das dieses Jahr einen noch höheren Bekanntheitsgrad erreicht hat“, zieht der Teamleiter und Mitbesitzer von Tempo-Sport, René Kuster, ein Fazit der Saison.

Daran musste sich die Konkurrenz gewöhnen: Team Tempo-Sport - exersciences auf dem Podest (Bild vom Haute Route in Nizza)

Mittendrin statt nur dabei

Sportlich gesehen hat das Team dieses Jahr gleich mehrere grosse Ziele erreicht. Die Pro-Triathletin Simone Brändli blickt auf ihre bisher erfolgreichste Saison zurück. Sie lag Mitte Jahr auf dem 12. Rang der Weltrangliste. Nach ihrem Sieg am Ironman Cozumel vom letzten November erreichte sie 2012 am Ironman Südafrika den zweiten und am Ironman Switzerland in Zürich den dritten Rang. Mit den Rängen 3, 6 und 8 an Halbironman-Rennen etablierte sie sich auch auf dieser Distanz in der Weltspitze. Am Ironman Hawaii konnte sie als Saisonabschluss mit ihrem 20. Rang zufrieden sein. Die Xterra-Athletin Renata Bucher ihrerseits dominierte die Weltserie Anfang Saison mit drei Siegen hintereinander. Nach einer kurzen Baisse fand sie mit weiteren Podestplätzen und einem Sieg auf die Erfolgsstrasse zurück. Aufgrund einer Verletzung konnte sie an den Weltmeisterschaften auf Maui nicht ganz vorne mithalten, aber schlug sich mit dem 7. Rang mehr als achtbar. Marc Widmer, unser erfahrene Duathlon-Pro, glänzte vor allem mit Top-Ten-Platzierungen in der internationalen Powerman-Serie und mehreren Podestplätzen an weiteren Wettkämpfen im In- und Ausland. Auch wenn es an den Weltmeisterschaften in Zofingen nicht optimal lief, darf auch er auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken.


Renata Bucher überzeugte mit Top-Ergebnissen
Age Group Athleten starteten durch

Auch die Age-Group-Athletinnen und –Athleten sorgten für Aufsehen. Georges Bürgi wurde im Frühsommer Europameister auf der olympischen Triathlondistanz, Lucia Thalmann sicherte sich den Europameistertitel auf der Ironmandistanz mit einer aussergewöhnlichen Leistung am Ironman Frankfurt. Pablo Erat konnte sich den Vizeeuropameistertitel auf der halben Ironmandistanz erkämpfen, nachdem er bereits vorher schon diverse Podestplätze an internationalen Rennen der Ironmanserie erreicht hatte. Andy Krähenbühl schliesslich wurde Vizeschweizermeister auf der Sprintdistanz im Triathlon sowie im Duathlon. Barbara Schwarz sorgte kurz nach ihrem Podestplatz am Ironman Regensburg am diesjährigen Gigathlon für eine Fast-Sensation. Nur ganz knapp musste sie sich geschlagen geben und beendete den wohl härtesten Gigathlon, den es je gab, auf dem unglaublich starken zweiten Rang. Christine Heidemann verblüffte an den Weltmeisterschaften auf der Halbironman-Distanz in Las Vegas mit einem klaren Sieg und dem Weltmeistertitel in ihrer Altersklasse. Sie doppelte einige Wochen später mit einem phänomenalen Sieg als schnellste Amateurfrau am Ironman Florida nach und sicherte sich so die vorzeitige Qualifikation für Hawaii 2013. Auch viele weitere Age Group Athletinnen und Athleten zeigten, was in ihnen steckt. Aber noch viel wichtiger als alle tollen Ergebnisse waren das Engagement und die Passion, mit welcher die Team Rider in dieser Saison unterwegs waren. Ganz grosses Kino und beste Werbung für den tollen Triathlon- und Duathlonsport.


Saisonhöhepunkt für einige Teamathleten: Ironman Hawaii

Veloteam gut etabliert

Das auf diese Saison neu aufgestellte Veloteam konnte sich in der auf hohem Niveau fahrenden Hobby-Szene überraschend schnell etablieren. In den wichtigen Eintagesrennen sowie an der Schweizermeisterschaft Strasse und Zeitfahren (Kategorie Masters) schauten diverse Podestplätze heraus. Im August trumpfte das Team dann gross auf: Zuerst erreichte Carlos Cuenca an der prestigeträchtigen Zürimetzgete (Volksmetzgete) den 3. Rang. Kurz danach folgte dann der eigentliche Saisonhöhepunkt: Am „Haute Route“, welches in sieben Etappen von Genf nach Nizza führt und als härtestes Etappenrennen für Amateure gilt, gab es gleich mehrere Spitzenplätze: Marianne Kern wurde overall überraschende Dritte, Marcel Kamm overall sehr guter Achter und das Team fuhr nach sieben harten Alpenetappen auf dem dritten Gesamtrang ins Ziel an der Promenade des Anglais. Die Mountainbiker ihrerseits fuhren in diversen Eintagesrennen jeweils in die Top-Twenty-Plätze. Auch hier hat sich das Team in der Szene etabliert.


Carlos Cuenca war 2012 einer der konstanten Podestfahrer


Zukunftspläne

Das Team Tempo-Sport – exersciences wird auch in der Saison 2013 wieder am Start von zahlreichen Rennen im In- und Ausland stehen. „Für die nächste Saison haben wir einige spannende Neuerungen und Änderungen im Team geplant. Diese werden wir spätestens Ende Januar 2013 im Detail kommunizieren“, freut sich Teamleiter Kuster schon sichtlich auf das neue Jahr. 

Bildgalerie zur Saison 2012: HIER klicken