Team Tempo-Sport - exersciences
71 Team Rider mit einem gemeinsamen Ziel: Speed and Emotions

Dienstag, 28. April 2009

Zurich Marathon

Ich weiss - vielen werden sagen der spinnt! Und vielleicht habe die Recht? Nachdem ich die letzte Woche ganz und gar nach meiner leidlichen "Erfahrung" in China (http://gerdscheller.blogspot.com) der Erholung gewidmet habe, entschied ich mich am Zürich Marathon zu starten. Vorausgegangen ist natürlich eine genaue ärztliche Abklärung inklusive Blutuntersuchung.

Am Freitag Abend holte ich meine Startnummer ab und war noch nicht ganz sicher, ob ich starten werde. Aber schon die Stimmung in der Saalsporthalle und all die Kollegen, die ich dort getroffen habe, haben die Motivation angehoben. Noch immer war ich ziemlich müde, aber ich hatte ja noch den Samstag zur Erholung ...

Sonntag 26.4.: Durch den Tunnel wollte ich auf alle Fälle laufen, und die ca. 10km hin und zurück werde ich wohl überstehen. In Anbetracht der Umstände des letzten Wochenendes starte ich mit Pulsmesser. Kurz vor dem Start treffe ich noch Peter, Rene, und Philip.

Ich laufe kontrolliert los, die Stimmung ist phantastisch und trotzdem halte ich den Puls kontrolliert im mittleren bis oberen GA2 Bereich. Die "Tunnelerfahrung" ist super, aber anderes als man es sich sonst erzählt ;-).

Nach 21km und 1h27min ist mein Puls immer noch sehr konstant. Ich habe eine guten Pace. Eigentlich wollte ich hier aussteigen, aber wenn's läuft, dann läuft's! So laufe ich weiter. Ich kann den Pace annähernd halten, und erst bei km 37 wird es anstrengend. Erst jetzt steigt der Puls, dafür sinkt der Pace! Ich muss mich ein wenig quälen und merke die Anstrengungen des letzten Wochenendes (speziell in den Waden). Trotzdem schaffe ich den Zieleinlauf mit 2:59.37 knapp unter 3 Stunden.

Ich bin glücklich unter 3h zu finishen! Es ist für mich vom Kopf her, den ich mir vor einer Woche noch so aufgeschlagen habe, sehr wichtig. Jetzt habe ich den IM China und die Erfahrungen dort erst jetzt richtig abgeschlossen. IM Switzerland kann kommen! Zuerst gibt es jetzt aber ein paar Wochen aktive Regeneration!

Der Zürich Marathon mit der neuen und einmaligen Streckenführung war genial. Und die, die sagen ich spinne mögen Recht haben, aber das ist o.k. so! Ich glaub's ja auch! Ein wenig Wahnsinn kann ja nicht schaden! Ich gratulieren allen Finishern, und danke allen Supportern an der Strecke für die Unterstützung.

Montag, 27. April 2009

Comebackhunger


Der April 2009 hat diesem negativ behafteten Begriff eine angenehme Imagepolitur verschafft. Das Wetter in der Schweiz lässt einen Bäume ausreissen! Tut mir leid für all die, die im Süden die A-Karte gezogen haben.

Während für die meisten Teamrider die Saison jeden Moment losgehen mag, halte ich mich noch immer meistens an den ärztlichen Drehzahl-Begrenzer. Dies aber mit Erfolg: Die Beine drehen immer besser und auch längere Ausfahrten gehen runter wie Öl.

Am Samstag ging’s 5.5h kreuz und quer durchs ZH / SH-Weinland bis nach Singen (D). Das Highlight war dann die Erklimmung (>20% !!) Der Hohentwieler Burg, die auf einem Vulkankegel steht. Für mich ist das nun symbolisch „the way back to the volcanoes“ – Hawaii 2010!

Train hard
Dani

Donnerstag, 23. April 2009

Das Südtirol unsicher gemacht...


Etwas verspätet noch ein Gruss aus dem sonnigen Südtirol. Fast 2 Wochen Trainingslager über Ostern mit der TG Hütten, u.a. mit "Cabaret" Sarah Schütz, Erich "Eugen der Mutant" Kunz und Alain "heisse Liebe" Wüthrich.;)
Trainieren, Essen, Schlafen, Trainieren, Essen, Schlafen usw., wie man es kennt. Schöne Veloausfahrten, viele Höhenmeter, die Waden wieder straff, sowie auch etwas Schnee noch auf den Pässen und Apfelstrudel in den Pausen. Magt's noch Nudln?;)
War cool! Vielen Dank an die TG Hütten für die Gastfreundschaft und bis bald an den Rennen. Lange geht's ja nicht mehr...

C U @ King of the Hill

Samstag, 18. April 2009

Montag, 13. April 2009

Und ewig ruft der Berg



Welchen magischen Berg kennt jeder (wirklich jeder) Velofahrer in der Region Zürich? Ja, die Sattelegg. Und weshalb? Weil die Sattelegg eine ganz hinterlistige, gemeine, fiese, von vielen unterschätzte, in keiner Liste der grossen Alpenpässe vorkommende, aber gerade deshalb von vielen geliebte Trainingshilfe ist. Ja, Trainingshilfe: Denn wo holt man sich die Kraft für künftige Wettkämpfe? Eben: Am Berg. Am besten am steilen Berg. Und deshalb an der Sattelegg. Und das Beste: Man trifft immer alte und neue Bekannte beim Hochfahren (vgl. Bild). Hoch lebe sie, unsere Sattelegg!
P.S.: Ab nächstem Sonntag unser wöchentliche Velotreff über die Sattelegg: Treffpunkt 9 Uhr Tempo-Sport.

Samstag, 11. April 2009

Triathlon-Überlebenswoche, Cambrils

Spanien. Man stellt sich ein auf: Sonne, warme Temperaturen und lange Radausfahrten.
Stattdessen bekommt man: viel Regen und milde ausgedrückt, eine kühle Brise.
Die netten SMS Nachrichten mit sonnigen Grüssen von zu Hause möchte man am liebste gar nicht erst lesen.
Doch halt – alles ist/war nicht schlecht. Nette Kollegen, die trotz negativen Vorzeichen für's Radtraining motivierten, darin eingeschlossen die drei erstklassigen TPC Leiter Olivier, Fabian und Reto, machten aus dieser Woche eine erfolgreiche Woche.

Die Farben des Team Tempo-Sport Olivier Bernhard waren immer bestens vertreten und es war schön einige Team-Mitglieder besser kennen zu lernen.

Hoffe auf die zweite Woche... mit etwas mehr Wetterglück. Allen in der Schweiz: geniesst Euer Klima.

Grüße Sandro

Montag, 30. März 2009

Endurex-Selbstversuch unplugged


So, nun ist es vollbracht. In einem heroischen Selbstversuch habe ich das volle Programm "Endurex" von unserem Partner exersciences an der ETH durchgezogen. 4 Boostertrainings innerhalb von 2 Wochen mit hochintensiven Spezialeinheiten, eine Weltneuheit, an der ETH entwickelt. Kernstück der Trainings ist eine Spezialsession mit reduziertem Sauerstoff in den Muskeln. Auf einer Schüttelplatte.
Hier zusammengefasst meine Erfahrungen und Empfehlungen. Ganz offen und schonungslos:
- Das Training ist hart - sehr hart. Darauf muss man gefasst sein. Bei meiner ersten von 4 Einheiten hatte ich etwas damit zu kämpfen, dass ich bis zum Umfallen trainieren soll. Danach gings viel besser.
- Das Training wirkt: Sowohl in den intensiven Bereichen als auch (und das hat mich schon überrascht) in den Grundlagen hat sich nach 2 Wochen/total 4 Einheiten eine deutliche Leistungssteigerung eingestellt. Ich habe entsprechende Leistungstests gemacht, die Ergebnisse sind eindeutig und sehr positiv. Und ich spüre das auch in den Trainings: Ich fahre jetzt im GA1-Training anstatt mit 200 Watt bei gleichem Gefühl und Puls 210-220 Watt, stets gemessen mit meinem unbestechlichen SRM. Ganz zu schweigen von harten Einheiten, die absolviere ich viel leichtfüssiger als sonst zu dieser Jahreszeit. Vor allem der GA1-Effekt ist aber echt überraschend.
- Das Training kann Nebenwirkungen haben und das ist der einzige Vorbehalt: Ich habe nach der ersten Session eine Wadenverhärtung eingefangen. Diese hat sich im Laufe der Trainings zwar nicht verschlimmert (Kompressionsstrümpfe wirken da sehr gut), aber ich spüre es 2 Wochen später beim Lauftraining immer noch. Das muss aber jeder selber herausfinden, nicht alle reagieren so mimosenhaft wie ich.
- Ein einzelnes Training dauert 30-40 Min. Aber vergesst andere harte Trainings in derselben Woche, mental seid ihr danach ziemlich ausgepowert. Ist allerdings auch überhaupt nicht nötig, noch viel rundherum zu trainieren.
Fazit: Krass, dass mit nur 4 Trainings eine solche Leistungssteigerung möglich ist. Allerdings erkämpft man sich das mit knüppelharten Trainings und evtl. mit Nebenwirkungen (muss aber nicht sein!). Ich denke, der Versuch in der Vorsaison lohnt sich auf jeden Fall, je nach Ergebnis auch als Wettkampfvorbereitung sehr geeignet. Das Boostertraining ist eine echte Geheimwaffe, falls richtig eingesetzt.
P.S.: Hier noch eine Anmerkung für wissenschaftlich Interessierte. Die Testergebnisse zeigen, dass die Fettoxidation höher und die Kohlenhydratoxidation sowie die Blutlaktatwerte markant tiefer waren (Gründe für GA1-Verbesserung). Zusätzlich habe ich die Ausdauerkapazität um rund 50% gesteigert. Not bad, oder?

Freitag, 27. März 2009

Indian Reality


Liebe Teamrider, seit über einem Monat verbringe ich mehr als 50% meiner Zeit, arbeitsbedingt, in Mumbai und Delhi. Erst jetzt realisiere ich so richtig wie privilegiert wir, auch in sportlicher Hinsicht, sind. Aus Leidenschaft und Starrköpfigkeit versuche ich auch während der Arbeitsaufenthalte ein Mindestmass an Trainingsroutine aufrechtzuerhalten. Dies ist aber wirklich leichter gesagt als getan und ohne Oliviers Motivation hätte ich vielleicht bereits aufgegeben. In Mumbai ist die Verkehrsbelastung und die Luftverschmutzung so extrem, dass man draussen weder radfahren noch laufen kann. Ich habe mehrmals versucht mit dem Verkehr (neben geht nicht), zwischen Taxis und Lastwagen zu rennen, musste aber jedes Mal wegen eines rasant steigenden Pulses bereits nach 30min aufgeben. Scheinbar sind die astronomischen Ozon- und Kohlenmonoxid-Werte dafür verantwortlich (sagt meine Schwester und sie ist Ärztin). Der einzige Ort wo Rennen überhaupt geht ist auf dem Parkplatz beim Flughafen. Die vielen Taxifahrer, Polizisten, und Kühe reiben ihre roten Augen. Schwimmen geht zum Glück, aber die Trainingsqualität hängt stark von Grösse und Form des Hotel-Swimmingpools ab. Ich will mit meiner Kurzgeschichte kein Mitleid erzwingen sondern uns allen vor Augen führen welche fantastischen Trainingsbedingungen (trotz momentan schlechtem Wetter) wir hier in Zürich haben. Also, nichts wie raus, die saubere Luft tief in die Lungen runterziehen, und Vollgas voran in Richtung einer erfolgreichen Saison.

Dienstag, 24. März 2009

Integrativer Team-Spirit oder…die Süsse des Draftings




Aus bekannten, gesundheitlichen Gründen bin ich noch immer fernab von jeglicher Form. Lockeres Training ist mir bereits gestattet. Unser bemerkenswerter Teamspirit zeigt sich in der Tatsache, dass die bereits tempoharten Rider Sven Hungerbühler und Marcel Kamm dennoch mit mir trainieren kommen.Und bei der Bisenlage vom vergangenen Wochenende entdecke ich (nach ettlichen Jahren als stolzer / stupider Frontrunner) die Süsse des Draftings
Jungs, hat Spass gemacht, danke! Dani

Sonntag, 22. März 2009

Frühling in Tossa de Mar







Nachdem auch ich es langsam satt hatte, die ersten paar Radkilometer bei jeweils winterlichen Temperaturen abzuspulen, entschied ich mich spontan für eine einwöchige Dislozierung nach Tossa de Mar, Spanien (zu Eitzinger Sports). Und gleich vorneweg, es hat sich ausbezahlt. 8 Tage Sonnenschein, keine Wolke am Himmel und abgesehen vom letzten Tag, als der Wind etwas stärker und kühler wurde, immer im Tenue kurz. Die Vorgabe, nach meinem Verletzungspech seit Saisonbeginn war klar, GA 1 ! Was immer man darunter verstehen mag. Die Realität war dann leider (as usual) etwas anderes. Sämtliche Touren bin ich/sind wir mit einem jeweiligen Rekorddurchschnitt gefahren. Dies muss wohl am schnellen Runterfahren gelegen haben! Wie auch immer, eine tolle Woche, gute Kameradschaft und seriös trainiert, mit einem ersten wettkampfmässigen Wechseltraining. Fazit: the new season has started. Georges