Team Tempo-Sport - exersciences
71 Team Rider mit einem gemeinsamen Ziel: Speed and Emotions

Mittwoch, 26. Juni 2013

Zwei Top Ten Plätze an der Masters-SM trotz Defekthexe


Satigny (GE)In Satigny wurden in der letzten Woche die Schweizermeisterschaften aller Strassenkategorien ausgetragen. In der Kategorie Masters starteten mit Christian Magnani (EZF und Strasse), Marcel Kamm (EZF) und Markus Blessing (Strasse) auch drei Fahrer von Tempo-Sport - exersciences. Auf den selektiven Strecken haben unsere Athleten zwei Top Ten Plätze herausgefahren: Marcel Kamm klassierte sich im Einzelzeitfahren im sehr guten 7. Rang und Christian Magnani erreichte ein paar Tage später den starken 8. Platz im Strassenrennen. Hätte die Defekthexe nicht dazwischengefunkt, wäre eine noch kompaktere Mannschaftsleistung drin gewesen.

33 Grad im Schatten – das Einzelzeitfahren wurde zur Hitzeschlacht

Die grösste Weinbaugemeinde der Schweiz war Gastgeber für die diesjährige Strassen-SM. Am Mittwoch, dem Tag des Zeitfahrens, floss aber vor allem Schweiss – bei 33 Grad im Schatten wurden die anspruchsvollen rund 20km mit drei Aufstiegen zur Hitzeschlacht. Für Marcel und Christian war eine Topten-Platzierung das Tagesziel. Marcel erwischte einen guten Lauf und bezwang den technischen Parcours durch das Genfer Weinbaugebiet in starken 28'14'' mit einem Stundenmittel von über 41km/h. Am Schluss reichte diese Zeit für den ausgezeichneten 7. Rang. Somit bestätigte er das gute Resultat der SM-Hauptprobe, wo er am EZF in Pfaffnau (LU) mit seinem bemerkenswerten 8. Rang die Erwartungen entsprechend hoch setzte. Christian lief es leider nicht so gut. Im ersten Aufstieg streikte das Schaltsystem seines Zeitfahrboliden und bis die Kette wieder frei und aufgelegt war, verstrichen nervtötende 2 Minuten. Komplett aus dem Rhythmus und mit grossem Rückstand musst er das Ziel einer Topten-Platzierung begraben. Die guten Zwischenzeiten auf dem zweiten und dritten Abschnitt bestätigen aber die aufsteigende Zeitfahrform für das WM-Qualizeitfahren im Juli in Trento.

Der Schweizermeister-Titel im Zeitfahren wurde wie 2012 von Andreas Schweizer (Rennshop.ch) in einer hervorragenden Zeit von 25'42''  gewonnen. Er verwies Michael Themann (Team Popple) und Adrian Muri (VC Sursee) auf die Ehrenplätze. Wir gratulieren an diese Stelle den drei Erstklassierten zu Ihrer top Performance.

Marcel kam mit dem anspruchsvollen Zeitfahrparcours gut zurecht
Christian zeigte trotz Defekt ein grosses Kämpferherz 


Ein "Ausserirdischer" dominiert das Strassenrennen

Das Strassenrennen vom Sonntag führte über eine Distanz von 7 Runden à 12km. In jeder Runde musste die Rampe von Choully absolviert werden. Der ruppige, rund 1.5km lange Aufstieg war dann auch der Scharfrichter des Rennens. Von Beginn weg wurde eine enorme Pace angeschlagen. Christan und Markus konnten sich anfänglich gut in der Spitze behaupten, wo der Kronfavorit Andreas Schweizer für ein permanent hohes Tempo sorgte. Daher kam es bereits in Runde zwei im Aufstieg nach Choully zur ersten Selektion und gleichzeitig zur Vorentscheidung des Rennens. Dem Tempo von Andreas Schweizer konnte keiner folgen. Er drehte im Anschluss einsam und alleine seine Runden in Zeitfahrermanier und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, um schliesslich als Solosieger mit einem Vorsprung von mehr als sechs Minuten (!!) einen weiteren Schweizermeister-Titel zu holen.
Die erste Verfolgergruppe von fünf Fahrern, darunter die Mitfavoriten Themann und Gross, hatten gegen den sensationell fahrenden Schweizer nicht den Hauch einer Chance und machten unter sich die restlichen Podestplätze aus. Die Harmonie in der zweiten Verfolgergruppe um Christian Magnani war ungenügend, um eine geordnete Nachführarbeit zu organisieren und den Zusammenschluss mit den Ausreissern zu bewerkstelligen. Christian setzte daher auf den Zielsprint um Rang 7, den er um einen Wimpernschlag gegen Reto Wälchli vom Team Steiner/Argon 18 verlor und sich somit den starken 8. Schlussrang sicherte. Leider blieb auch im Strassenrennen unser Team von der Defekthexe nicht verschont. Markus Blessing konnte seine ausgezeichnete Form nicht ausspielen, da er aufgrund von Problemen mit der Kette das Rennen bereits nach wenigen Runden aufgeben musste.

Markus und Christian im selektiven Aufstieg
Knappe Sprintentscheidung: Christian wird guter 8. 

Wir gratulieren dem alten und neuen Schweizermeister, Andreas Schweizer, zu seinem unglaublichen Solosieg und natürlich herzliche Gratulation an unsere Teamfahrer Marcel und Christian für Ihre Top Ten Plätze an der Masters-SM!

Starke Tempo-Sport-Damen

Neben den Master standen auch die Damen des Elite Road Team Tempo-Sport - exersciences am Start der SM. Jutta Stienen wurde beim Zeitfahren ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich die Bronzemedaille. Eine schlechte Linienwahl in der Zielkurve verhinderte eine noch bessere Klassierung. Im Strassenrennen konnte sie mit ihrem sehr guten 11. Rang dann noch ein weiteres strarkes Resultat einfahren.

Jutta Stienen holt SM-Bronze bei den Frauen Elite im Zeitfahren

Ergebnisse der SM: www.satigny2013.ch

Jetzt geht's in die Berge – Urs Hintze legt schon mal vor!

Nach den erfolgreichen Schweizermeisterschaften geht es nun für unser Team in die Berge. In gut einer Woche starten Urs Hintze, Markus Blessing, Marcel Kamm, Marianne Kern, Rafael Wyss und Christian Magnani am Engadiner Radmarathon über 211km mit fast 4'000 Höhenmetern. Dabei streben alle sechs ein Top Resultat an. Urs Hintze hat dabei am letzten Wochenende seine ausgezeichneten Kletterqualitäten an einem Grandfondo in Italien bereits unter Beweis gestellt. Er erreichte auf der Strecke über den Mortirolo und den Gavia unter 3'000 Teilnehmern den ausgezeichneten 30. Platz in der Gesamtwertung und den 4. Platz in seiner Alterskategorie. Herzliche Gratulation Urs! Unsere Teamfahrer sind also rechtzeitig für die zweite Saisonhälfte in sehr guter Form. Nun gilt es diese in den kommenden Rennen geschickt auszuspielen! Auf geht's Jungs!


Freitag, 14. Juni 2013

Zwei 5. Ränge für Andrea Büchel in Luxembourg


Vor zwei  Woche startete unsere „Pro Road Women – Fahrerin“ Andrea Büchel an den Kleinstaatenspielen in Luxembourg. Das ist eine alle zwei Jahre stattfindende Olympiade der neun Kleinstaaten Europas (Luxembourg, Zypern, Andorra, Island, Montenegro, San Marino, Malta, Monaco und Liechtenstein). Andrea vertrat beim Zeitfahren und beim Strassenrennen die Liechtensteiner Farben.

Das Zeitfahren auf der coupierten Rundstrecke fand bei erschwerten Bedingungen statt: Gewitter, starker Regen, teilweise sogar Hagel.
Andrea kam mit den Bedingungen gut zurecht und konnte das tolle Argon-Zeitfahrrad von Tempo-Sport sicher um die nassen Kurven lenken. Mit Rang 5 blieb sie nur gerade 2 Sekunden hinter der 4. Platzierten. Auf die Siegerin – „Profi“ Christine Majerus (Lux) – fehlten aber doch 59 Sekunden.


Beim Strassenrennen hatte Andrea als Einzelfahrerin keine Chance, um bei der Vergabe der Medaillen mitzumischen. In der 2. Runde fuhren die 5 Fahrerinnen aus dem Gastgeberland eine Attacke nach der anderen. Das ging so lange, bis vier Luxembourgerinnen entwischen konnten und die wenigen Einzelfahrerinnen „tot“ waren. Wenigstens gewann Andrea den Schlusssprint ihrer Gruppe und erreichte erneut den 5. Rang.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Steigende Formkurve beim Strassenteam


Markus Blessing im Sprint knapp am Podest vorbei, Marianne Kern wird zweite bei den Damen, Carlos Cuenca sprintet auf Rang 3 auf der Kurzstrecke


Markus Blessing nicht nur bergab schnell.                                  Bild: MB, zvfg


Gippingen. Unser Routinier und ehemaliger Elite-Amateur verpasst zwar im Hauptrennen  im Sprint das Podest, holt sich mit dem 4. Rang overall aber den Kategoriensieg „Männer 3“. Marianne behauptet sich mitten im Männerfeld und fährt bei den Damen auf den zweiten Platz. Carlos Cuenca zeigt auf der kürzeren Mitteldistanz, dass auch mit wenig Kilometern schnell Rad gefahren werden kann.

Knapp am Podest vorbei

Bei strahlendem Sonnenschein fand die zweite Classique der Hobbyrennen statt. Wobei diese vermeintlich abwertende Bezeichnung nicht länger unkommentiert verwendet werden darf. Zum wiederholten Male war die Spitze des Rennens mit fast 40 km/h unterwegs. In einem beherzten Rennen wurde von Anfang an stark aufs Tempo gedrückt. Dies führte zu einer ersten Aufsplittung des  Feldes von etwas mehr als 100 Rennfahrern auf den beiden Anfangsschlaufen über Mandach. Bei der fünf Mal zu bezwingenden Mauer von Gippingen nach Schlatt war eine deutlich stärkere Leistungsdichte als noch im Vorjahr auszumachen. Die Top Favoriten konnten sich bis zur Schlussrunde nie richtig absetzen. Leider mussten sich aus unseren Reihen Jürg Störi, Rafi Wyss und Christian Magnani bereits ab der zweiten bzw. dritten Passage aus der Spitzengruppe verabschieden. Vorne konnten hingegen Urs Hinze, Markus Blessing und Marcel Kamm die harte Gangart mitgehen.
Man braucht kein Prophet zu sein, um den Grossangriff des favorisierten Steiner-Teams im letzten Aufstieg vorherzusagen. Schon früh wurden die letzten Domestiken geopfert und das Duo Wälchli/Covi sprengte schliesslich an der letzten Rampe die 14-köpfige Ausreissergruppe. Wenige Meter reichten den beiden, um die Flucht auf der darauf folgenden Abfahrt und in der Fläche leicht auszubauen und gemeinsam auf der Zielgerade einen Doppelsieg feiern zu dürfen. Während unser bester Kletterer Urs Hinze beim Postabgang unglücklich blockiert war, vermochte er mit Markus Blessing und weiteren Verfolgern bis auf 4 Sekunden wieder an das Steiner-Duett heranzufahren. Im packenden Finale musste sich Markus im Sprint um Platz 3 um einen Hauch geschlagen geben, gewann dafür seine Kategorie souverän. Urs Hinze folgte im Sog der Sprinter auf Rang 9, Marcel Kamm, von Krämpfen im Finale noch zurückgeworfen, fuhr auf Rang 12. Mit ca.  3’respektive 6‘  Rückstand auf die Spitze folgten die beiden Verfolgergruppen mit  mit Christian Magnani (17.), Rafi Wyss (21.) und Jürg Störi (31.).
An dieser Stelle gratulieren wir den Tagessiegern Reto Wälchli (Steiner Bäckerei Wetzikon – Argon 18) und Tatjana Ruf (Fighters Wallisellen) zu ihren Spitzenleistungen.
Auf der Mitteldistanz über fünf Runden fährt Carlos Cuenca von A bis Z im Spitzenquintett mit und muss sich im Sprint nur Sepp Christen und Mirco Jaisli geschlagen geben. Mit kaum Kilometern in den Beinen beweist unsere Sprintrakete mit diesem Resultat erneut seine Rennfahrerqualitäten.

Die Lücke zur Spitze verkleinert

Das Team hat eine durchwegs kompakte und starke Teamleistung  gezeigt. Die Hausaufgaben nach Bern wurden gelöst und die Formkurve folgt dem Thermometer nach oben. Für die kommenden Masters Schweizermeisterschaften im EZF und auf der Strasse und die beginnende Granfondo-Saison mit diversen Marathon-Rennen in den Alpen erhoffen sich unsere Spezialisten vom gewonnen Speed und der gezeigten Rennhärte profitieren zu können. Die gesamte Equipe zeigt, dass nicht mehr viel fehlt, um der Konkurrenz die Butter vom Brot zu nehmen. Die nächsten Rennen lassen also einiges erhoffen. Auf geht's!
 

Dienstag, 4. Juni 2013

Top 5 Platzierung am Biennathlon


Der Biennathlon sollte mir als Formtest für den in fünf Wochen startenden Gigathlon dienen. Fazit: Die Form passt! Aufgrund der tiefen Wassertemperatur musste zwar auch in Biel das Schwimmen abgesagt werden, womit sich das Rennen folgendermassen gestaltete: 14km Inline - 4.7km Run - 24km MTB - 12.7km Run. Mit dem Wetter am Renntag hatten wir allerdings richtig Glück. Meinen vollständigen Racebericht findet ihr auf meinem Blog!

Freitag, 31. Mai 2013

Duathlon-Pro am Ironman 70.3

Die neue Ausgangslage beim 70.3 Switzerland mit dem Lauf anstelle des Schwimmens mischt für einige der Kategorien die Karten neu. Schlechte Schwimmer schauen erleichtert nach Rapperswil, ebenso freuen sich die guten Läufer auf den Wettkampf. Aber letztlich gilt für alle gleichermassen, sich auf die neue Situation einzustellen und das Beste daraus zu machen. Ein interessantes, spannendes Rennen ist auf jeden Fall garantiert. 

Marc Widmer schaut zuversichtlich auf seinen ersten IM 70.3
Auf den Sonntag freut sich auf jeden Fall unser Duathlon-Pro Marc Widmer, der zu seinem ersten IM 70.3 kommt. Er hat sich berechtigterweise gesagt, dass jetzt seine vielleicht einmalige Chance gekommen ist, um einen IM 70.3 zu seinem Palmares hinzuzufügen und gegen die besten Triathleten antreten zu können. Seine Lauf- und Velostärke wird er am Sonntag voll ausspielen können, ein Topten-Platz liegt auch bei diesem Weltklassefeld durchaus im Bereich des Möglichen. Bei den Pro Frauen wird unsere Teamathletin Anna Halasz ebenfalls versuchen, ihre Haut möglichst teuer zu verkaufen. Das Podest dürfte ausser Reichweite liegen, aber für eine Überraschung ist Anna immer gut.

Für den starken Läufer Marcel Hotz steigen die Podestchancen  nochmals an
Mehrere Dutzend Teamathletinnen und – athleten starten in den Age Groups. Intakte Chancen auf Podestränge haben insbesondere Reto Fröhli, Waldemar Grichting, Marcel Hotz, Walti Frei, Barbara Miller sowie Sandra Patt, um nur einige aufzuzählen. Selbstverständlich drücken wir auch allen anderen Team Ridern sowie allen unseren unzähligen Kundinnen und Kunden alle Daumen für ein tolles Rennen. 

Mittwoch, 8. Mai 2013

Berner-Rundfahrt 2013 – Ziele klar nicht erreicht – Es gibt noch einiges zu tun!

Die diesjährige Ausgabe der Berner-Rundfahrt, mit Fabian Cancellara und Martin Kohler im Peloton, konnte bei viel besseren klimatischen Bedingungen ausgetragen werden als im letzten Jahr. Machten im 2012 noch Regen und Kälte unseren Fahrern zu schaffen, war es in diesem Jahr das teilweise horrende Tempo, das am Hauptaufstieg zum Frienisberg vom Steiner Team angeschlagen wurde. Dieses führte in jeder Runde zu einer starken Selektion. Am Ende klassierten sich mit Markus Blessing und Urs Hintze zwei unserer Fahrer in den Top 20. In der Teamwertung resultierte nur der enttäuschende 5. Rang. Es gibt also noch einiges zu tun im Hinblick auf den zweiten Saisonhöhepunkt Gippingen vom 09. Juni 2013.


 

Gleich nach dem Start nahm das Steiner Team das Zepter in die Hand und führte das rund 200 Fahrer umfassende Feld geschlossen zum ersten Hindernis des Tages - dem Aufstieg zum Frienisberg. Dieser kurze und zu Beginn ruppige Aufstieg führte sofort zu einer Selektion. Auf dem Bergpreis formierte sich eine Spitzengruppe von rund 20 Mann mit dem Favoriten Reto Wälchli und den Profis Cancellara und Kohler. Von unserem Team waren Urs Hintze und Marco Guarino vertreten. Dicht dahinter folgte eine ca. 25 Mann starke Verfolgergruppe mit unseren restlichen Teamfahrern Kamm, Blessing, Wyss, Störi und Magnani sowie allen anderen Favoriten. Wir beschlossen, aufgrund der Konstellation mit Hintze in der Spitzengruppe, auf Nachführarbeit zu verzichten. Kurz nach der ersten Zielpassage konnte die Verfolgergruppe, dank dem Tempodiktat des Steiner Teams, welche ihren Kapitän Yves Covi nach dessen Sturz am Frienisberg wieder nach vorne bringen wollte, gestellt werden.
Die Selektion bei der zweiten Bergpreispassage führte eine Teilung des Feldes herbei. In der Spitzengruppe waren von unserem Team Hintze und Blessing vertreten. Kamm, Wyss und Störi schafften es in die Verfolgergruppe. Guarino verpasste den Anschluss knapp und kämpfte leider auch in der Folge vergebens darum und musste mit Magnani abreissen lassen. Unsere Teamfahrer Kamm, Wyss und Störi beschlossen in der Verfolgergruppe keine Nachführarbeit zu leisten, da sich Blessing und Hintze in aussichtsreichen Positionen befanden.
Im letzten Aufstieg zum Frienisberg kam es in der rund 20 Fahrer umfassenden Spitzegruppe nochmals zu einer Selektion. Unter dem Tempodiktat von Cancellara und Kohler formierte sich auf dem Frienisberg eine Spitzengruppe von 6 Fahrern. In dieser Spitzengruppe war mit Yves Covi auch einer der Hauptfavoriten vertreten. Die anfängliche Spitzengruppe von 20 Fahrern wurde in drei Gruppen aufgeteilt. Unsere Teamfahrer Blessing und Hintze machten von der dritten Gruppe aus Jagd auf die Spitze. Diese konnte aber mit Cancellara als Motor ihren Vorsprung bis ins Ziel solide verteidigen. Im Schlusssprint gewann mit Philippe Legros ein eher unbekannter Fahrer der Jedermannszene das Rennen. Yves Covi wurde zweiter und der Profi Martin Kohler Dritter. Leider wurde der Schlusssprint durch einen schweren Sturz von Felix Schindler überschattet. An dieser Stelle wünschen wir Felix in Namen des Teams Tempo-Sport – exersciences eine gute Genesung und hoffen, ihn bald wieder im Sattel zu sehen. Unsere Teamfahrer klassierten sich in den folgenden Rängen: 17. Blessing, 18. Hintze, 25. Kamm, 26. Störi, 56. Magnani und 100. Guarino. In der Teamwertung gewann das Steiner Cycling Team vor dem RV Ersigen und dem RTU Powerteam Honegger. Unser Team klassierte sich mit einem minimalen Rückstand von 37'' auf den 2. Platz  im 5. Rang. Dies ist natürlich im Vergleich zum 2. Platz vom Vorjahr eine Enttäuschung. 
Das Team ist aber froh, nach Brütten – Magnani im März mit gerissenem Daumenband und aktuell aufgrund der Verletzungspause mit entsprechendem Trainingsrückstand – das erste Highlight sturzfrei überstanden zu haben. Auch wenn die Ziele in Bern nicht erreicht werden konnten, zeigt die Formkurve unserer Teamfahrer in die richtige Richtung. Dies lässt für Gippingen einiges erwarten. Auf geht's!

Freitag, 12. April 2013

Zürich Marathon 2013 - Ein Rückblick


Vorwoche:
Den ganzen Winter durch (der in der Schweiz seit der derzeitigen Eiszeit, von Oktober bis mitte April dauert...) hatte ich keine Erkältung und gar nichts in der Art zu beklagen...bis genau 1 Woche vor dem Highlight...Als ich am Ostersonntag mit Schluckschmerzen erwachte, ahnte ich böses...vor fast genau einem Jahr, in der Vorbereitung zum Zürich Marathon 12 fing ich einen Infekt ein, der mich derart ausbremste, das ich auf einen Start verzichten musste. Das kann nicht wahr sein...nicht schon wieder... 
Und so begann ein intensiver Kampf, der mich mental ziemlich abforderte. Abwarten, Teetrinken und hoffen war angesagt...aber vor allem auch Ruhe. Bis Donnerstag hatte ich immer wieder Halsschmerzen doch Freitag ging es praktisch wieder gut. Montag und Dienstag absolvierte ich wie geplant zwei sehr lockere Einheiten.
Mittwoch und Donnerstag waren Ruhetage. Freitag lief ich 39‘ und Samstag noch 22‘. Muskulär war ich total erholt. 
Wirklich gut geschlafen hatte ich die ganze Woche nicht...Ich war verunsichert und zweifelte mehrmals, ob denn das mit dieser Erkältung gut kommen kann...

Erster Viertel:
Am Sonntag war ich um 0530 aus dem Bett und um 0720 beim Bahnhof Wollishofen. Etwa 20 min vor dem Start gab ich den Kleidersack ab und lief etwas ein (praktisch gar nicht...) Die Temperatur lag bei ca 2 Grad...dafür war es trocken und die gefürchtete Bise blies nur schwach.
Der Start erfolgte um 0830. Ich war in der zweiten Reihe und lief locker los. Absolut problemlos konnte ich die Pace der Eliteläufer um mich herum halten. Die Spitze zog davon. Die Positionen waren nach sehr wenigen km bezogen...Ich lief die Bahnhofstrasse mit der zweit schnellsten Frau (Tetyana Holovchenko) und überholte Roman Gehrig. Etwa bei Km 9 lies ich Thomas Sedelmeier ziehen. Bei Km 10 war ich alleine. Tetyana fiel vorher schon zurück. Den ersten Viertel (Km 10.5) lief ich in 37‘52 und lag da an 31.Stelle overall.


Zweiter Viertel:
Die Strecke bis Meilen war mental ausgesprochen hart, da ich komplett alleine laufen musste. Vorne nichts - hinten nichts...keine Ablenkung, nur die Konzentration auf die Ideallinie (die ich konsequent halten konnte), die Km-Abschnittszeiten und die Verpflegung. Bei Km 15 kam Tetyana wieder von hinten. Wir liefen zusammen bis Km 19, wo ich sie (ich konnte ihre konstante pace von 3‘35 nicht halten) ziehen lies. Weit vorne sah ich immer noch Thomas Sedelmeier, der +/- meine pace lief. 
Den Halbmarathon passierte ich in 1h16‘11 immer noch an 31.Stelle OA.

Dritter Viertel:
Bei Km 22 kam endlich das Zelt von Tempo-Sport ins Visier. Ich hatte mich sehr auf diese Passage gefreut. Max überreichte mir einen Winforce Ultra Energy Complex Gel und die versammelte Tempo-Sport-Crew feuerte mich weiter Richtung Meilen. In Meilen geht es ein wenig bergan - hinauf durch ein Festzelt und wieder hinunter zum See. Diese Passage gefällt mir sehr gut, der Rhythmuswechsel tut gut. Entlang dem See zurück Richtung Stadt, kann man die entgegenkommenden Läufer beobachten, was vom eigenen Kampf ablenkt. Immer wieder hatte ich ein bekanntes Gesicht entdeckt und auch einige Anfeuerungsrufe erhalten...das motiviert.
Vor Km 25 hat mich Roman Gehrig wieder eingeholt und überholt. Ich konnte ihn aber bis Km 35 praktisch mit gleichbleibendem Abstand folgen. Die äusseren Oberschenkelmuskeln meldeten ein paar Schmerzen, aber das bremste mich nicht. 
Die 3/4 Marke (Km 31) passierte ich in 1h55‘12 nun aber bereits an 26. Stelle OA.

Vierter Viertel:
Bei Km 37 sah ich, dass der Abstand zu Roman aber auch Thomas Sedelmeier sich immer wie mehr verkürzt. In Tiefenbrunnen kam es zum Zusammenschluss. Thomas fiel gleich zurück. Roman blieb an mir dran. Beim Bellvue hatte er sich wieder vor mich gesetzt. Die Bahnhofstrasse liefen wir gemeinsam. Bei Km 40 setzte ich mich wieder ab und kämpfte wie kaum je zuvor...ich wusste nun, dass dies ein super Resultat und Zeit ergeben konnte. Ich presste alles aus meinem Körper. Ich hatte mir schon früher im Rennen „versprochen“, dass ich mich nach dem Ziel zur „Belohnung“ hinlegen werde...auf der Zielgerade sah ich, dass die Uhr noch bei 2h34 stand...die Sekunden zählten gnadenlos hoch...ich sprintete...nochmals den Puls auf 180...den Mund weit aufgerissen...all in...und querte das Band in 2h34‘57“ !
Ich legte mich kurz hin - sofort waren zwei Sanitäter bei mir - doch ich genoss den Moment.


Ziel:
Ein grosses Ziel - ein Wunschtraum - unter 2h35 zu finishen war erreicht !
Die Befriedigung und Begeisterung war kaum zu fassen. Ich konnte es kaum glauben, was gerade abgegangen war...und führte wie von Sinnen Selbstgespräche...
ich hatte während dem ganzen Lauf keinerlei Beschwerden aufgrund der Erkältung. Ich wusste seit der 10km SM, dass meine Form gut oder sogar sehr gut ist, aber dass ich das trotz dieser schwierigen Vorbereitungswoche ausspielen konnte, überrascht mich noch immer.
Noch auf der Zielgerade überholte ich Stefan Lüscher und belegte sensationell den 20.Rang im Gesamtklassement. In der M30 Kategorie wurde ich (wieder einmal) auf Rang 4 klassiert. In der Schweizermeisterschaftswertung der M35 konnte ich aber die Bronzemedaille (wie schon 2011) entgegennehmen !

Abschnittszeiten:
1/4: 37‘52
2/4: 38‘18 (Halbmarathon: 1h16‘11)
3/4: 39‘01
4/4: 39‘44 (Total: 2h34‘57)
...ich würde sagen, ich bin ganz ordentlich konstant gelaufen :-) !








Verpflegung:
  • Samstag: 4x Sponser Carboloader
  • Morgenessen (ca 2.5h vor dem Start): Sponser Power Porridge
  • 30 min vor dem Start: Ein Winforce Ultra Energy Complex Kokos
  • nach 1h, 1h30, 2h Renndauer: je ein Winforce UEC Kokos
  • bei km 37: ein Winforce Booster
  • bei jedem Verpflegungsposten habe ich einen Becher Powerbar Isotonic gegriffen (vielleicht 1-2 Schluck) und ein paar Schluck Wasser getrunken.
Das hat energetisch sehr gut gereicht. Da die Temperaturen tief waren, und die Finger klamm, war es nicht ganz einfach zu verpflegen und die Gels aus der Tüte zu bringen...

Ausrüstung:
  • Mizuno Wave Ronin 5
  • Compressport R2
  • Compressport Trail Shorts
  • Compressport Pro Race Armsleeves
  • X-Bionic T-Shirt
  • Tempo-Sport-Mizuno Race Singlet (Craft)
  • Suunto Quest
Training:

Umfang 01.01.13 bis 07.04.13:

Lauf: 1‘150 km / 89h37‘
Langlauf: 489 km / 30h42‘

Total: 1‘639 km / 121h05‘

Zusammenfassend:

Never give up...das fängt schon in der Vorbereitung an ! Es ist unglaublich was in uns steckt !

Auch wenn es kurz vor dem race nicht optimal läuft, so kann man sich an die vielen Trainingsstunden und -kilometer orientieren...von diesem Konto kann man zehren...und mit viel Geduld und Erfahrung, kriegt man seinen Lohn ausbezahlt.

Ich bedanke mich beim Team Tempo-Sport Mizuno für die grossartige Unterstützung ! Ich bin stolz und dankbar, teil dieses hochmotivierten und inspirierenden Teams zu sein !


Find yourself - GoRun !



http://www.beat-burkhard.ch





Montag, 1. April 2013

GP Osterhas - Start ins Osterwochenende


Am Samstag starteten die Tempo-Sport Girls - Andrea, Jutta, Rute; sowie die Gastfahrein Joana aus Portugal (Rute's ehemalige Teamkollegin) -  beim GP Osterhas, einem Kriterium über 50 Runden (ca 44km), bei welchem in jeder Runde Punkte ergattert werden konnte, wobei jede fünfte Runde ein Wertungssprint war. Was das heisst? Dass in jeder Runde die ersten beiden Fahrerinnen 2 bzw 1 Punkt erhalten, und in jeder fünften Runde die ersten fünf Fahrerinnen 6/4/3/2/1 Punkte erhalten. Die allerletzte Zieleinfahrt punktet zudem doppelt. Es heisst aber auch, dass man nicht einfach mitfahren kann und sich für den Endsprint gut positionieren, sondern während dem ganzen Rennen wachsam bleiben muss, zu punkten versuchen, wissen, wann die grossen Wertungen anstehen und möglichst noch eine Übersicht behalten, welche Fahrerin wieviele Punkte hat. Es ist also eine Herausforderung und macht das Rennen äusserst spannend und unterhaltsam.

Gestartet wurde bei Temperaturen knapp über 0°C und andauerndem Regen, und dieses Wetter hielt sich bis am Schluss. Eine weitere Herausforderung war die Omnipräsenz des mit 11 Fahrerinnen vertretenen Team Bigla, die einige kriteriumsstarke Fahrerinnen haben.


Zu Beginn versuchte Jutta, Andrea die Sprints um die Wertungen anzufahren, und Andrea konnte einige Punkt holen.

Schon bald setzten sich dann aber 2 Fahrerinnen ab und punkteten fleissig in der ersten Hälfte des Rennens. Kurz danach wurde Andrea in einen Sturz verwickelt, aber zum Glück verletzte sie sich nicht und konnte das Rennen wieder aufnehmen. (Kriterium-Regel: bei Sturz oder Defekt kann in der nächsten Runde wieder mitgefahren werden, ohne dass ein Rundenverlust verbucht wird). Den Sturz musste Andrea erst mal während ein paar Runden verdauen, danach war sie aber wieder in Angriffslaune.





In der Zwischenzeit versuchte Jutta, das Loch zu den beiden Führenden zu schliessen. Es gelang erst beim zweiten Anlauf und kostete auch entsprechend Kraft. Trotzdem drehte sie danach wieder auf und gewann einen Wertungssprint wie auch Rundensprints. Beim Zielsprint fuhr sie als Dritte ein und konnte nochmals ein paar Puntke sammeln. Wie gesagt: nichts ist entschieden bis zum Schluss!

Entschieden allerdings war der Sieg von der zu Beginn weg ausgerissenen, kriteriumserprobten Désirée Ehrler. Sie hat das Kriteriumfahren regelrecht verinnerlicht und weiss genau, wie man effizient punktet. Jutta konnte sich noch auf den 5ten Schlussrang vorarbeiten, Andrea auf den 12ten. Rute stürzte im Rennen, verletzte sich an der Schulter und musste das Rennen aufgeben. Für Joana waren die Bedingungen mit Kälte und Regen hart und sie kam nicht wirklich in Fahrt.


Fazit: Kriterium fahren macht Spass! Auch wenn die Tempo-Sport Girls noch total unerfahren sind in dieser Disziplin und strategisch viel zu lernen haben, so ist es eine spannende Stunde mentaler und physischer Herausforderung. Und letztlich auch ein hervorragendes Training!

Hier geht's zur Rangliste

Auch diesmal mit dabei Jenni, die erst am Donnerstag operiert wurde, und Aurore; somit war das ganze Frauen-Team zur Unterstützung vor Ort!

Fotos: Werner Jacobs - radsport.ch




Dienstag, 26. März 2013

Tempo-Sport Girls am GP de la Courtine


Nach den drei Brüttener Trainingsrennen und einem nationalen Frauen-Strassenrennen in Chambéry/Frankreich ging dieses Wochenende die offizielle Strassen-Saison nun auch in der Schweiz los.


Die Tempo-Sport Girls – Andrea, Aurore, Jutta und Rute - fuhren am Sonntag den GP de la Courtine im Jura. Jenni, welche aufgrund ihrer Knieverletzung bald operiert wird und nicht fahren kann, hat uns begleitet und uns einmal mehr tatkräftig unterstützt! Es war zum Glück trocken, aber extrem kalt, liegt das Dörfchen doch auf über 1000m Höhe. Insofern hatten sich die Brüttener Rennen sozusagen zum “akklimatisieren” bewährt, dort waren die Temperaturen ja auch nur knapp über 0°C.

Obwohl unser Team noch sehr jung ist und wir alle noch viel zu lernen haben, funktionierte die Teamarbeit die ersten Runden sehr gut und wir konnten uns alle vorne im Feld halten und auf einzelne Attacken der Gegnerinnen reagieren. In der dritten Runde setzte sich eine Achter-Gruppe ab, mit dabei Jutta, die vorne mithalf, das Tempo hoch zu halten. Bis zum Ziel baute diese Gruppe einen Vorsprung von knapp 6 Minuten aus, wobei unter anderem 2 Teams mit 2 respektive 3 Fahrerinnen vertreten waren. Da hiess es wachsam bleiben! Beim letzten Anstieg konnte Doris Schweizer vom UCI Team Be Pink mit ihrem Power-Antritt eine Lücke aufreissen, Jutta versuchte dranzubleiben und powerte hinterher, merkte dann aber auch, dass sie 3 weitere Fahrerinnen am Hinterrad hatte. Keine gute Ausgangslage für den Sprint. Taktisch nicht so ganz gut, hier zeigt sich der Mangel an Erfahrung... Wie zu erwarten übersprinteten die 3 Jutta auf den letzten 100m. Dennoch sind die Tempo-Sport Girls sehr zufrieden mit dem 5. Platz. Super Teamgeist, super Material, Renntaktisch wieder etwas gelernt und motiviert für den nächsten Einsatz (bei bitte  wärmeren Temperaturen und ohne eingefrorenen Füssen) am GP Osterhas in Affoltern am Albis.

Hier geht's zur Rangliste 

Und noch ein paar Eindrücke des Rennens:







Montag, 25. März 2013

Wenn indoor auch für outdoor Sinn macht

Ende März. Jetzt sollte eigentlich der Frühling stattfinden. Macht er aber nicht. Dieser Blogeintrag ist weder ein Einstimmen in das allgemeine Wehklagen bezüglich kaltem, unwirtlichem Wetter noch ein Plädoyer für unendlich lange Trainingslager im Süden. Nein, hier geht es darum, wie mit Indoor-Training eine Saison für eine Outdoor-Sportart wie velofahren seriös vorbereitet werden kann. Oder konkret in meinem Fall: Wie fühlt es sich an, praktisch ohne Velokilometer eine Woche lang mit den jüngeren und verdammt fitten Jungs und Mädels des Veloteams auf die Insel der Kletterer, Gran Canaria, zu reisen? Gar nicht so schlecht, sage ich nach dieser Woche nur. Gar nicht so schlecht. Dies möchte ich durchaus als Aufmunterung an alle Verzweifelten verstanden haben, die sehnlichst auf die ersten warmen Tage in unserer Region warten. Ich sage euch nur: Keine Panik! Denn mit Indoor- und Alternativtraining kommt man sehr gut durch den Winter und muss sich vor den ersten langen und anspruchsvollen Trainings nicht fürchten.

Folterkammer

Zu meiner Zeit als aktiver Ruderer war sie im Winter unser Dreh- und Angelpunkt: Die Folterkammer. Oder genauer: Der Kraftraum, die Ruderkiste und der Ergometer. Verhasst und doch beliebt, denn wir wussten schon damals: Effizienter trainieren geht kaum. Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich habe diesen Winter in diversen Varianten auf dem Velo indoor trainiert. Ganz entscheidend war aber nicht die Länge (ich sass kaum je länger als 1 bis 1.5 Std. auf der Rolle) sondern die Qualität. So zum Beispiel im Spinningkino: Dort trainierten wir strukturiert, qualitativ und dank der grossen Gruppe auch stets motiviert auf der Rolle. So kamen zwar nicht viele Stunden aber umsomehr Qualität zusammen. Daneben ab und zu mit dem Mountainbike oder Quervelo draussen im Grundlagenbereich fahren reicht als Ergänzung durchaus. Klar: Eine gewisse Basis sollte vorhanden sein, sonst machen qualitative Trainings wenig Sinn. Aber bei vielen erfahrenen Athletinnen und Athleten ist dies ja meistens das kleinste Problem. Im Gegenteil: Meine Erfahrung zeigt, dass viele eher zuviel als zuwenig trainieren (möchten).

Effizientes Rollentraining: Hier im Spinningkino

Alternativtraining und HIIT

Neben den spezifischen Trainings sowie den Triathlondisziplinen Laufen und Schwimmen habe ich auch - wie seit Jahren schon - sehr gute Erfahrungen mit Alternativsportarten gemacht. Vor allem Langlauf und Schneeschuhlaufen sind zuverlässige Trainingsreize. Mir passt vor allem das Bewegen an der frischen Luft und die Möglichkeit, etwas Sonne zu tanken, die Landschaft zu geniessen und eine schöne Abwechslung zu haben. Jahrein und jahraus nur velofahren wäre mir eh viel zu langweilig.

Dieses Menu habe ich kurz vor dem Trainingslager mit hochintensiven Intervallen (HIIT) garniert. Mit vier HIIT-Einheiten verteilt auf zwei Wochen konnte ich meine Form auf ein deutlich höheres Niveau bringen. Jede Einheit dauert rund 45 Minuten. Aber seid gewarnt: Diese 45 Minuten tun weh. Sehr weh. In diesem Blog wurde schon viel geschrieben über die berüchtigten Endurex-Trainings bei exersciences. Ich kann dazu nur sagen: Bei mir wirkt es. Es wirkt so gut, dass ich jeweils fast nicht glauben kann, wie gut ich danach in Form bin. Und auch bleibe. Aber ich kann meistens auch kaum glauben, wie stark ich in diesen Trainings jeweils leiden muss...

HIIT-Training überlebt

Trainingscamp

Und so gings dann mit praktisch null Outdoor-Velokilometern nach Gran Canaria. Es wäre mir zugegebenermassen schon einiges wohler gewesen, wenn ich vorher mal noch etwas draussen hätte fahren können. Aber bei Temperaturen um null Grad fehlt mir nicht nur die Motivation sondern ich friere auch trotz allen Überzügen und Wärmebeuteln sehr schnell an Füssen und Händen. Deshalb ist das für mich kein Thema.

In der Wärme angekommen, ging es mit dem Team gleich in die Berge: Motiviert und nach einigen ersten Kilometern mit einem noch etwas unsicheren Tritt schon sehr schnell im gewohnten Rhythmus. Ich spürte schnell, dass meine Form akzeptabel war und ich bereits ab dem zweiten Tag richtig gut Gas geben konnte. Dies änderte sich bis zum Schluss nicht mehr und so konnte ich wunderbar trainieren, ja sogar an der Tempohärte arbeiten und anspruchsvolle lange Einheiten absolvieren. Immerhin über 16'000 Höhenmeter kamen zusammen, keine schlechte Basis für den Saisonhöhepunkt Haute Route im Herbst.  Fazit: Qualität vor Quantität gilt immer noch.



Teamtraining in Gran Canaria 2013
Nun hoffe aber auch ich, dass der Frühling doch noch den Durchbruch schafft, denn eines ist sicher: Velofahren macht bei schönem und warmem Wetter halt doch mehr Spass.


Draussen machts halt doch am meisten Spass ;-)))

Viel Spass beim Trainieren!

Euer Marcel

P.S.: Ich bin so überzeugt von der Effizienz des Rollentrainings, dass ich auch im Sommer regelmässig Einheiten indoor absolviere.