Team Tempo-Sport - exersciences
71 Team Rider mit einem gemeinsamen Ziel: Speed and Emotions

Dienstag, 21. Dezember 2010

Beaten paths are for beaten men


Viele Triathleten neigen dazu, sich mit den 3 Disziplinen zu begnügen. So werden sie über die Jahre meistens besser, aber irgendwie wird es immer schwieriger dem Körper neue Reize zu liefern. Und während hier schon über harte state-of-the-art Alternativmethoden unseres Partners "exersciences" berichtet wurde, habe mich heute etwas ganz "Banalem" unterzogen, so à la "meh Dräck". Ein Box-Training mit Ex-Kickbox-Weltmeister Rocco Cipriano (Bild) & Friends im Badener Boxkeller.

Allen Kopfschüttlern sei gesagt, das war nicht meine Idee. Seit 2 Monaten habe ich die Trainingsregie nach langer Zeit wieder in fremde Hände gegeben - mit bis dato ausschliesslich positivem Fazit! Und neben vielen, vielen neuen Wegen (das Erfolgsgeheimnis sei hier nicht gänzlich gelüftet) stehen bis Ende Januar 5 "Behandlungen" im Boxkeller an.

Los geht's mit einem kurzen Aufwärmen - erinnert an "normale" Circuit-Trainings, nichts Wildes. Und dann...alle setzen sich Box Handschuhe, Kopf-, Zahn- und Tiefschutz auf. Mein Blick drückt etwas zwischen Ratlosigkeit und Verunsicherung aus, aber ja, es ist so, fortan wird gekämpft. Ich werde, zumindest was die Schlaghärte angeht, etwas geschont, aber sonst... ehrliches, hartes one-on-one Training.

Hochgezüchtete Triathlonmotoren aufgepasst: leichtfüssige Beinarbeit (Ali's Shuffle lässt grüssen), 100% Konzentration, Reaktionsschnelligkeit, v.a. aber der Stress vom Gegenüber mit Schlägen zugedeckt zu werden, lassen den Puls brutal hochschnellen!

Erst habe ich grossen Respekt und bin ständig in der Rückwärtsbewegung, aber irgendwann bin ich mit dem Rücken an den Ringseilen (später dann in den selben sprichwörtlichen!) und dann muss man sich stellen. Ich realisiere, dass mein Rookie-Bonus (nicht Rocky!) schnell Geschichte ist und merke, dass eine schlechte Deckung und Passivität einem hier schlecht bekommen.
Eine Mischung aus "jetzt erst recht"-Aggression und "gaht's no, so nöd!" stärkt das Rückgrat und erlaubt mir etwas offensiver aufzutreten und selbst einige Treffer zu landen.
Nach 1h ist das Training vorbei und ich fix und fertig. Die Arme sind schon lange schwer, der eine oder andere blaue Fleck wird morgen da sein. Um eine ganz neue Bewegungserfahrung reicher schleppe ich mich in die Garderobe.


Was es am Ende bringen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber mit Bestimmtheit weiss ich: Es braucht Mumm, um sich geübten (Kick-)Boxern zu stellen, es macht Spass mal was ganz Neues kennezulernen und in diesem Fall schärft es den Fighting-Spirit enorm. Schwimmstarts 2011...walk in the park!!!


Ich wünsche allen schöne Feiertage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Geile Sache! Und gut geschrieben... Gruss

Marcel Kamm hat gesagt…

Du freust dich bestimmt schon auf den nächsten Schwimmstart. Ich werden einfach deine Nähe im Wasser meiden ;-))