Team Tempo-Sport - exersciences
71 Team Rider mit einem gemeinsamen Ziel: Speed and Emotions

Mittwoch, 10. Juni 2009

Unterwegs mit den "Gümmeler"

Titel ist in keinster Weise despektierlich gemeint!

Am vergangenen Samstag ging ich an den Start des Radrennens in Gippingen (Aargau). Die Strecke führte über einen Rundkurs von 5 x 19.6 km. Total also 98 Kilometer und 1'200 Höhenmeter (die Original-Route der Profis, welche dann am Sonntag ihr Rennen über zehn Runden abhielten). Das Wetter versprach ja nicht viel Gutes. Vor dem Start ging prompt ein Platzregen nieder. Glücklicherweise besserte sich die Lage aber schnell und wir konnten bei "trockenen" Bedingungen an die Startaufstellung herantreten. Der Startschuss erfolgte um 13:45.


Vor dem Rennen


Sogleich ging es richtig zur Sache. Erste kurze Steigung, mein Puls kratzte erstmals die 160er Marke. Ganz kurze "Erholung" in einer kurzen Abwärtspassage und dann gings in den harten Aufstieg zum Loorholz! Diese Steigung ist echt hart und meine Herzfrequenz schnellte senkrecht in die Höhe - 170 bis 180 Schläge pro Minute erreichte ich problemlos. Dann ging's runter. Die Abfahrt nach Hettenschwil konnte ich für etwas Erholung nutzen. Einfach im Feld fahren und ab und zu die Führung übernehmen. Möglichst viel Laktat abbauen. Es folgte der nächste Anstieg auf die Strickhöhe, dieser war aber nur halb so schlimm. Via Reuenthal führte die Strecke weiter wieder nach Gippingen über Start/Ziel. Runde eins war geschafft. Bis dahin blieb das Feld von ca. 54 Fahrern, welche über die lange Strecke fuhren, noch mehr oder weniger zusammen. Dies änderte auch auf der zweiten Runde noch nicht wirklich. Die dritte Runde brachte dann aber eine Selektion! Der dritte Aufstieg auf's Loorholz fuhren wir in einem recht hohen Tempo, was dazu geführt hat, dass viele Fahrer den Anschluss verloren. Ich befand mich nach diesem anstrengenden Antritt aber in der Spitzengruppe. Wobei zu sagen ist, dass ein Fahrer, der spätere Sieger, mit ca. 1'30'' solo unterwegs war. Leider gab es in dieser Spitzengruppe keine Harmonie. Keiner wollte etwas investieren, um den "Flüchtling" zu stellen (respektive es zu versuchen).


Start - Grüsse an Christian Magnani


Zu meiner Freude machte das Wetter fast vier Runden lang mit. Auf den letzten Kilometer der vierten Runde öffnete jemand die Schleusen von oben. Hagelkörner und starker Regen war es was wir bekamen. Noch eine Runde. Man fühlte sich immer mehr wie im TV, wenn man die Rennen der Profis verfolgt. Taktisches Geplänkel - auf Amateur-Stufe - prägte das Fahrverhalten. Die meisten mochten nicht mehr führen. Ungefähr vier Kilometer vor dem Ziel starteten einzelne Fahrer Ausreisversuche, welche ich persönlich wieder schloss. Auch ich habe es einmal halbherzig versucht, spürte aber sofort, dass ich nicht entscheidend wegkommen kann. Es kam wie es kommen musste. Sprintentscheidung.
Sprintstärke steht nicht im Anforderungsprofil von einem Ironman-Athleten. :-) Es fehlte mir etwas die Kraft respektive ich verpasste vielleicht den richtigen Moment um im Finish die Nase ganz vorne zu haben. Nach 2 h 37 min erfolgte die Zieldurchfahrt der Fahrer auf den Plätzen 3 bis 13, alle innerhalb von zwei Sekunden. Ich belegte den elften Rang - zwei Sekunden vom Podest weg. So ist der Radsport.

Hat jedenfalls Spass gemacht und mein Ziel, ein hartes Training zu absolvieren, war zu 100% erfüllt.

Grüsse
Sandro

nach dem Rennen
Nach dem Rennen

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